Gedenken: Kranzniederlegung am Mahnmal »Magda«
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Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung am Mahnmal „Magda“

Am 27. Januar haben zahlreiche Politiker*innen und Vertreter*innen jüdischer Gemeinden gemeinsam der Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ und des Nationalsozialismus gedacht. Die Kranzniederlegung durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff mahnt gegen das Vergessen und für eine Wachsamkeit in der Gegenwart. Der 27. Januar 2020 ist der 75. Jahrestag Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Erst im Februar 1945 gelang die Befreiung des Außenlagers „Magda“.

Gemeinsam zur Mahnung und gegen das Vergessen

Anlass der Kranzniederlegung ist der bundesweite und internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. An der Veranstaltung beteiligten sich auch die Synagogengemeinde Magdeburg, die Liberale Jüdische Gemeinde zu Magdeburg sowie Vertreter*innen politischer Parteien sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sprachen am Mahnmal Worte des Gedenkens. Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus folgten die Gebete von Vertretern der jüdischen Gemeinde und der evangelischen und katholischen Kirche.

Vertreter der jüdischen Gemeinden, Rabbiner Motti Waitsman
Gabriele Brakebusch, Dr. Reiner Haseloff und Dr. Lutz Trümper
Bodenplatten mit der Innenschrift des Geschehenen
Oberbürgermeister Dr. Trümper bei seiner Gedenkrede vor dem Mahnmal
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff vor dem Mahnmal
Musiker*innen mit Blasinstrumenten neben dem Mahnmal

Hintergrundinformationen zum Mahnmal „Magda“

In der Havelstraße/ Ecke Heinrichsberger Straße wurde am 26. Januar 2001 das von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert geschaffene Mahnmal enthüllt. Es erinnert an das KZ-Außenlager „Magda", das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand. Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) gezwungen worden. Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Denkmals. Bis zu seiner Auflösung im Februar 1945 kamen hier 550 Häftlinge ums Leben.