Was muss zum Impftermin mitgebracht werden?
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Wer hat Anspruch auf die Corona-Schutzimpfung?

Trotz schwankender Impfstofflieferungen sind in Magdeburg bereits über 11.000 Menschen über 80 Jahre gegen das Coronavirus mindestens einmal geimpft worden. Der Ansturm auf Termine für die Priorisierung 1 und 2 haben merklich nachgelassen, sodass nun Teilgruppen aus der Priorisierung 3 einen Anspruch (mit ausgefüllter Bescheinigung) auf eine Corona-Schutzimpfung haben.  In Magdeburg werden nur Personen geimpft, die auch ihren Wohnsitz in Magdeburg haben.

Weitere Informationen zur Impfverordnung finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung.

Corona_Prio-Grafik-Impfen_Stand:April 2021

► Die endgültige Prüfung eines Anspruchs auf die Corona-Schutzimpfung findet vor Ort im Impfzentrum (Messegelände Magdeburg) statt.

Gruppe 1 - Höchste Priorität

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten

Gruppe 2 - Hohe Priorität

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

Gruppe 3 - Erhöhte Priorität

  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Gruppe 4 - Ohne Priorität

Alle, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden. Ihnen soll nach den priorisierten Gruppen ein Impfangebot gemacht werden.

Wie können Termine angefragt oder gebucht werden?

Die Corona-Schutzimpfung ist eine sogenannte Doppelimpfung. Das heißt, für einen vollständigen Impfschutz muss eine zweite Impfung an einem weiteren Termin erfolgen. Der Termin für die notwendige zweite Impfung wird vor Ort im Impfzentrum Magdeburg und nach der ersten Impfung vergeben.

Die Terminvergabe für die erste Impfung erfolgt ausschließlich online über das Impfportal der Landeshauptstadt Magdeburg.

Was muss zum Impftermin mitgebracht werden?

  • Personalausweis
  • Krankenversichertenkarte bzw. Chipkarte
  • Impfpass bzw. Impfausweis
  • Aufklärungsmerkblatt für die mRNA-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna zum Herunterladen

    • ACHTUNG: Für eine Impfung mit dem Vektor-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca (Vaxzevria) bitte dieses Aufklärungsmerkblatt verwenden! Stand: 23.04.2021

  • Anamnese- und Einwilligungsbogen für die mRNA-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna zum Herunterladen

  • Nachweis zur Impfberichtigung - mögliche Berechtigung zur Zugehörigkeit der Priorität 2 oder 3 finden Sie unter Punkt " Wie weise ich die Impfberechtigung nach?"

Wie weise ich die Impfberechtigung nach?

Laut aktueller Impfverordnung ist es derzeit möglich, in Deutschland aufgrund von Beruf, Ehrenamt, Versorgung von pflegebedürftigen Personen oder medizinischer Indikation eine Impfberechtigung, unabhängig des Alters, zu erhalten. Diese Impfberichtigung muss beim Impftermin nachgewiesen bzw. vorlegt werden.

Bei Impfberechtigungen aufgrund medizinischer Indikation muss diese durch den behandelnden Arzt schriftlich bestätigt werden. Hierzu benötigen Sie eine Bescheinigung der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt.

Alternativ kann die Erkrankung mit einem ärztlichen Attest unter Angabe des § 4 der Coronavirus-Impfverordnung nachgewiesen werden.

Weitere Regelungen zum Nachweis der Impfberechtigung

Für einzelne Gruppen der Priorität 2:

In Ausnahmefällen ist es möglich, unabhängig der altersgemäßen Beschränkung (70. Lebensjahr vollendet) in die Prioritätengruppe 2 aufgenommen zu werden und damit impfberechtigt zu sein. Zu diesen Ausnahmen gehören:

  • Personen, die aufgrund ihres Berufs einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren.

In diesem Fall müssen gesonderte Bescheinigungen zum vereinbarten Impftermin mitgebracht werden!

Personen, die aus beruflichen Gründen eine Impfung erhalten wollen, müssen die ausgefüllte Bescheinigung des Arbeitsgebers/ der Arbeitgeberin beim Impftermin vorgelegen.

Für enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen (die das 70. Lebensjahr vollendet haben) bzw. Schwangeren muss die ausgefüllte Bescheinigung der Impfberechtigung als Kontaktperson nach §3 Abs. 1 der Impfverordnung beim Impftermin vorgelegt werden.

Für einzelne Gruppen der Priorität 3:

In Ausnahmefällen ist es möglich, unabhängig der altersgemäßen Beschränkung (60. Lebensjahr vollendet) in die Prioritätengruppe 3 aufgenommen zu werden und damit impfberechtigt zu sein. Zu diesen Ausnahmen gehören:

  • Personen, die aufgrund ihres Berufs einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind und
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen (die das 60. Lebensjahr vollendet haben), die nicht in einer Einrichtung leben.

Bescheinigung des Arbeitgebers/ der Arbeitergeberin

Was müssen U60-Jährige für ihre Zweitimpfung nach Vaxzevria(AstraZeneca) beachten?

Entsprechend der Empfehlung der Stiko und des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz werden Unter-60-Jährige bei ihrer zweiten Impfung mRNA-Vakzine verabreicht. Das sind derzeit Impfstoffe der Firmen BioNTech/ Pfizer oder Moderna. Diese Zweitimpfung kann zwischen der 9. - 12. Woche nach der Erstimpfung erfolgen. Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung bleiben daher bestehen - es ändert sich nur der verabreichte Impfstoff.
Sollte der Wunsch bestehen, auch in der Zweitimpfung Vaxzevria von AstraZeneca zu erhalten, so kann dies mit dem Hausarzt besprochen und dort durchgeführt werden.