06./09.08. Gedenken an die Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki
Der 6. und 8. August markiert jeweils den Jahrestag der Zerstörung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch amerikanische Atombomben im Zweiten Weltkrieg. Alle fünf Jahre findet die Magdeburger Stadtgesellschaft für ein zentrales Gedenken an der Stele der Völkerfreundschaft zusammen, um an die Opfer und die Zerstörung der Atombombenabwürfe von 1945 zu erinnern.
Als finalen Schlag, der den Zweiten Weltkrieg beenden sollte, hatten die USA erstmals in der Weltgeschichte Atombomben eingesetzt. Über hunderttausend Menschen starben sofort oder an den Folgen des Kernwaffeneinsatzes, der auch eine Katastrophe für die Umwelt bedeutete und sich bis heute auf die Gesundheit der Menschen auswirkt.
Die Gedenkstele stellt einen Lebensbaum dar, an dem 20 Figuren den Gedanken der Völkerfreundschaft auf verschiedene Weise zum Ausdruck bringen. Neben dem Denkmal befindet sich eine Steinkapsel, die einen Trümmerrest der Stadt Nagasaki beherbergt.
In der DDR wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nagasaki angestrebt, jedoch nach der politischen Wende nicht weiterverfolgt. Daher steht seit 1981 in Nagasaki ein Duplikat der Stele der Völkerfreundschaft - ein Geschenk Magdeburgs. Über das Friedensnetzwerk »Mayors for Peace« ist die Landeshauptstadt ebenfalls mit Hiroshima verbunden: Magdeburg ist seit 1985 Mitglied in dem Verband, der vom ehemaligen Bürgermeister Hiroshimas gegründet wurde. Zudem wächst seit 2023 auf der Magdeburger Wiese der Städtepartnerschaften ein Ginkgobaum aus Hiroshima - ein Ableger einer der wenigen Pflanzen, die den Feuersturm überlebt hatten.
Datum: Do., 06.08.2026
Datum: So., 09.08.2026