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Regionale Koordination

Allgemeines

Umsetzung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Sachsen-Anhalt „REGIO AKTIV“ 

Das Land Sachsen-Anhalt zielt mit der Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung darauf ab, die Förderung stärker an den regionalen Bedarfen und Voraussetzungen auszurichten. Zur Gestaltung und Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen arbeitet die Landeshauptstadt Magdeburg eng mit den Partnern in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zusammen. Es sollen spezifische Angebote entwickelt werden, individuelle Vermittlungshemmnisse der Zielgruppen abgebaut und Alternativen gegenüber der Ausgrenzung von beruflicher und gesellschaftlicher Teilhabe entwickelt werden. Die nachhaltige soziale und berufliche Integration der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten der Landeshauptstadt Magdeburg ist zentrales Ziel. Gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Sachsen-Anhalt „REGIO AKTIV“ (RdErl. des MS vom 6. Juni 2022 – 52-04011) obliegt die Verantwortung zur regionalen Ausgestaltung der Förderung in der Landeshauptstadt Magdeburg dem Regionalen Arbeitskreis. Die regionalen Arbeitsmarktakteure werden über den Regionale Arbeitskreise in die Planung, Entscheidung und Umsetzung von Förderaktivitäten einbezogen. Aufgrund der in Jugendberufsagenturen gepflegten Kooperationsqualität zwischen den Rechtskreispartnerinnen und -partnern ist die Koordinatorin der Jugendberufsagentur Magdeburg unmittelbar in die Umsetzung der Förderprojekte eingebunden und unterstützt bei der Gestaltung der Maßnahmen am Übergang von der Schule in Ausbildung und Erwerbsleben. Grundlage der Arbeit ist eine zwischen dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und der Landeshauptstadt Magdeburg geschlossene Zielvereinbarung. Die Richtlinie REGIO AKTIV ist zum 21.06.2022 in Kraft getreten und unter folgendem Link zu finden:

https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/perma?j=VVST-810000-20220606-SF

Für die Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung sind die einzeln aufgeführten Projekte und Personengruppen relevant.

Projektträger:

Landeshauptstadt Magdeburg
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit

Zuständige eu-Verwaltungsbehörde efre/esf:

Ministerium der Finanzen
Editharing 40
39108 Magdeburg

Zuständige Bewilligungsbehörde:

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Nebenstelle Dessau
Kühnauer Straße 161
06846 Dessau-Roßlau

Regionale Koordination

Förderbereich J: Regionale Koordination

Die Regionale Koordination stellt das Bindeglied zwischen den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen dieser Richtlinie und den Voraussetzungen und Bedarfen dar. In diesem Sinne besteht das Ziel ihrer Förderung in der Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen aus den einzelnen Förderbereichen im Wege der Umsetzung und Verstetigung der regionalisierten Arbeitsmarktpolitik, als Vernetzung und Beteiligung aller kommunalen Strukturen sowie der regionalen Arbeitsmarktakteure. Zusammen mit der Regionalisierung sollen die Netzwerkentwicklung in der Region unter Berücksichtigung der ausbildungs- und arbeitsmarktpolitischen Zielsetzungen des Landes unterstützt, die Zusammenarbeit der Akteure im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt – insbesondere unter den Gesichtspunkten Systematik und Nachhaltigkeit – verbessert sowie ein gemeinsames Verständnis unter den regionalen Partnern über die Zusammenarbeit zur Zielerreichung und die Einhaltung von Vereinbarungen erreicht werden.

Das Projekt „Regionale Koordination“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Die Projektlaufzeit erstreckt sich dabei vom 01.07.2022 bis 30.06.2028. Die Landeshauptstadt Magdeburg zielt mit dem Einsatz der Regionalen Koordination darauf ab, den Regionalen Arbeitskreis bei der Entwicklung, Umsetzung und Begleitung von arbeitsmarktpolitischen Projekten der Richtlinie „Regio Aktiv“ zu unterstützen.

Ansprechpartner:

Herr Schmahl

Sozial und Wohnungsamt

Abteilung 50.7 Arbeitsmarktpolitik und SGB II
Regionale Koordination

Georg-Kaiser-Straße 3
39116 Magdeburg

Aktive Eingliederung

Förderbereich A: Aktive Eingliederung


Im Rahmen des Förderbereiches A werden Projekte zur Verbesserung der Integrationschancen von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen sowie den daraus resultierenden individuellen Unterstützungsbedarfen gefördert. Ziel ist es, durch längerfristige individuelle lösungsorientierte Integrationsbegleitung der Betroffenen, bessere Integrationsfortschritte zu erzielen und schließlich ihre berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung zu erreichen und zu festigen.

In der Landeshauptstadt Magdeburg werden im Förderbereich A – Aktive Eingliederung drei Projekte mit einer Laufzeit vom 01.03.2023 bis 31.12.2027 durch folgende Träger umgesetzt.

1. BBI - Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH - Projekt „Impuls“

Zielgruppe: Menschen mit psychischen Einschränkungen

2. Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. – Projekt „FrauKe – Frauen mit interkultureller Kompetenz = gemeinsam erfolgreich“

Zielgruppe: Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

3. BBI - Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH - Projekt „Lichtblick“

Zielgruppe: langzeitarbeitslose Personen


STABIL

Förderbereich C: STABIL - Selbstfindung - Training - Anleitung - Betreuung - Initiative - Lernen

Förderbereich zur Sicherung der Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit förderungsbedürftiger junger Menschen

Ziel des Projektes ist es, die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit förderungsbedürftiger junger Menschen zu verbessern, so dass sie in geeignete weiterführende Maßnahmen, in Ausbildung oder Beschäftigung integriert werden können. 

Zielgruppe sind förderungsbedürftige junge Menschen, die bei Projekteintritt in der Regel unter 27 Jahren alt sind, ihre Schulpflicht erfüllt haben, keinen Berufsabschluss besitzen, arbeitslos sind und mit Hilfe der Förderangebote der Agenturen für Arbeit oder Träger der Grundsicherung nicht oder nicht mehr erreicht werden können. Dies betrifft u.a. junge Menschen ohne Schulabschluss, ohne Ausbildungsplatz, junge Menschen, die eine Ausbildung abgebrochen haben oder jene mit besonderem sozialpädagogischen Hilfebedarf.

Das Projekt wird in der Zeit vom 01.12.2023 bis 30.11.2026 durch den Träger SBH Nordost GmbH umgesetzt.

Familien Stärken - Perspektiven eröffnen

Förderbereich B: Familien stärken - Perspektiven eröffnen

Weitere Informationen zum Förderbereich B "Familien stärken - Perspektiven eröffnen" finden Sie hier.

Praxis BO

Förderbereich E – Vertiefung schulischer und außerschulischer Berufsorientierung in Form begleiteter betrieblicher Praktika (Praxis BO)


Für junge Menschen kann ein freiwilliges Praktikum die Möglichkeit eröffnen, Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in Berufe zu gewinnen. Erlerntes Schulwissen kann in der Praxis angewandt und erweitert werden. Im Idealfall kann ein Praktikum sogar ein Einstieg in einen Ausbildungsplatz oder Duales Studium beim Betrieb bedeuten. Ein Praktikum ist bestens geeignet, um in unterschiedliche Arbeitswelten „hinein schnuppern“ zu können. Eltern stehen oft vor der Situation, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Kinder bei der Suche nach geeigneten Praktika und Berufszweigen bestmöglich unterstützen können. Teilweise sind ihnen die zahlreichen Hilfsangebote in Magdeburg unbekannt oder es gilt, Hürden zu überwinden. Es ist wichtig, die Schüler und Schülerinnen aber auch deren Eltern in die Prozesse einzubeziehen und Unterstützungsangebote aufzuzeigen.

An diesem Punkt setzt das Projekt „Talente entdecken“ im Rahmen des Förderbereichs E an. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Gymnasien. Anhand begleiteter außerschulischer Praktika sollen Berufsbilder kennengelernt und erste praktische Eindrücke gewonnen werden. Das Projekt richtet sich ausschließlich an Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, da an Sekundar-, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen sowie Förderschulen bereits Programme zur Berufsorientierung umgesetzt werden. Die angesprochene Zielgruppe soll dabei interessante Ausbildungsberufe als ergänzende Alternative zum Hochschulstudium kennenlernen.

Das Projekt „Talente entdecken“ wird in der Zeit vom 01.11.2024 bis 31.10.2027 durch den Träger „Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. (ABV) umgesetzt, nachdem sich dieser zuvor in einem Ideenwettbewerb im Regionalen Arbeitskreis konzeptionell durchgesetzt hatte.

Förderbereich I - Jugendhilfeberaterinnen und Jugendhilfeberater in Jugendberufsagenturen (JUBE)

Förderbereich I - Jugendhilfeberaterinnen und Jugendhilfeberater in Jugendberufsagenturen (JUBE)

Laufzeit vom 17.03.2025 – 31.12.2027 

Die Jugendhilfeberater/in (JUBE) in der Landeshauptstadt Magdeburg ergänzt die bestehenden Strukturen innerhalb der Jugendberufsagentur (JBA), insbesondere im Bereich des SGB VIII (Case-Management und der JBA-Koordination). Die Stelle des/r Jugendhilfeberater/in ist im Jugendamt in der Abteilung „Jugendförderung“ im Team der Jugendsozialarbeit angesiedelt.

Das Ziel dieser Projektstelle besteht darin, die Qualität und insbesondere die Wirksamkeit der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Rechtskreisen des SGB II, III und VIII innerhalb der Jugendberufsagentur Magdeburg zu verbessern. Dies erfolgt durch die gezielte Ansprache, Steuerung und Beratung junger Menschen am Übergang von der Schule in Ausbildung oder Erwerbsleben.

Der/die Jugendhilfeberater/in übernimmt zusätzliche, also nicht verpflichtende Tätigkeiten in der Jugendberufshilfe, um diese organisatorisch sowie inhaltlich unterstützen:

  • Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren im Kontext „Schule“ unter Berücksichtigung der Beratungsbedarfe besonders belasteter junger Menschen in Magdeburg
    • Gremienarbeit in Fachgruppen zum Thema Schule und Schulsozialarbeit
    • Bedarfsorientierte und fallbezogene Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeitenden
    • Kontaktaufnahme und – pflege sowie themenbezogene Zusammenarbeit mit Fachkräften an Schulen der LH Magdeburg

  • Qualitätsentwicklung der Kooperation mit Trägern der Jugendhilfe (JuHi)
    • Fachliche Beratung der JuHi-Einrichtungen und -angebote über die Angebote der JBA sowie zu Möglichkeiten der Anbindung in das Übergangssystem Schule-Beruf
    • Mitwirkung bei Bedarfsermittlung und fachliche Zuarbeit im Rahmen der JuHi-Planung

  • Lotsenfunktion in die einzelnen Themenfelder des Jugendamtes der Landeshauptstadt Magdeburg und somit passgenaue Einsteuerung von und in Hilfeangebote (Hilfe zur Erziehung, Kita-Beratung o. ä.)

  • Niederschwellige Ansprache von jungen Ratsuchenden (insbesondere Care Leaver) mit dem Ziel der Anbindung an die JBA-Angebote und Jugendhilfeangebote

  •  Organisation gemeinsamer Veranstaltungen der JBA mit regionalen Netzwerkpartnern (z. B. Beratungstage oder Arbeitgeber-Info-Tage in der JBA)

  • Unterstützung der Medienarbeit in der JBA (z. B. Social Media, Öffentlichkeitsarbeit), um den (digitalen) Zugang zur Jugendberufsagentur für alle jungen Menschen zu verbessern 

Weitere Informationen

Zuständige Stelle

Regionale Koordination

Andreas Schmahl

Georg-Kaiser-Straße 3
39116 Magdeburg

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