Pflegekinderdienst

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Adresse

Jugendamt Pflegekinderdienst
Pflegekinderdienst
Bertolt-Brecht-Straße 5
39120 Magdeburg
Behördennummer 115115 (Hotline)

Telefon 0391 5403813 (Herr Jeske)
Telefon 0391 5403820 (Frau Pieske)
Telefon 0391 5403829 (Frau Gloria)
Telefon 0391 5403831 (Frau Frenkel)
Telefon 0391 5403832 (Frau Wiesel)
Telefon 0391 5403833 (Herr Selig)
Telefon 0391 5403834 (Frau Dörner)
Fax 0391 5403830
Symbol E-Mail pflegekinderdienst@jga.magdeburg.de
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Öffnungszeiten

Montag
geschlossen
Dienstag
09.00 - 12.00 Uhr
14.30 - 17.00 Uhr
Mittwoch
geschlossen
Donnerstag
09.00 - 12.00 Uhr
14.30 - 17.00 Uhr
Freitag
09.00 - 12.00 Uhr

Erreichbarkeit

Straßenbahn:
Linie: 3 und 9
Haltestelle: Uniklinik
Fußweg 10 min.


BürgerService

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Jugendamt Pflegekinderdienst

Allgemeine Informationen

Manchmal können Eltern durch akute oder längerfristige Krisen ihren Kindern nicht gerecht werden. Aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise Krankheit oder Tod von Familienmitgliedern, psychischen Erkrankungen, Drogen- bzw. Alkoholabhängigkeit oder massiven Beziehungsproblemen, können Kinder nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben und eine Aufnahme in einer Vollzeitpflegefamilie wird notwendig.

Dabei handelt es sich um Kinder jeder Altersgruppe und Nationalität sowie um Kinder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und / oder Entwicklungsrückständen.

Pflegeeltern übernehmen im Auftrag des Jugendamtes und der sorgeberechtigten Eltern die Betreuung und Erziehung des ihnen anvertrauten Kindes. Sie geben Kindern für eine befristete Zeit oder auf Dauer ein neues Zuhause.

Der Kontakt zur Herkunftsfamilie soll in der Regel bestehen bleiben. Die Eltern sind meist die ersten Bezugspersonen des Kindes und ein plötzlicher Beziehungsabbruch kann sich nachteilig auf die kindliche Entwicklung auswirken. Geduld, Zeit und Einfühlungsvermögen für die Besonderheiten eines Pflegekindes und dessen Herkunftsfamilie werden vorausgesetzt.

Während des Pflegeverhältnisses erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Wer kann Pflegeperson werden?

  • Ehepaare, nichtverheiratete Paare und Alleinstehende mit eigenem Einkommen
  • Personen, die über Erfahrungen im Umgang mit Kindern verfügen
  • Personen ohne lebensverkürzende oder ansteckende Krankheiten, schwere psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen
  • Pflegepersonen benötigen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis

Formen der Vollzeitpflege

Je nach Erfordernissen des Einzelfalles kann die Vollzeitpflege eine zeitlich befristete Hilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform für Kinder/Jugendliche sein.

Zeitlich befristete Hilfe

Bereitschaftspflege / Kurzzeitpflege

zur Krisenintervention und zur Klärung der weiteren Lebensperspektive des Kindes mit Rückkehroption zur Herkunftsfamilie, die Dauer ist auf maximal 6 Monate beschränkt

zeitlich unbefristete Hilfe

Dauerpflege

kann dem jungen Menschen eine auf Dauer angelegte Lebensform bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bieten

Sonderformen der Vollzeitpflege

Sonderpädagogische Pflege

Für Kinder mit Behinderungen und / oder gesundheitlichen und/oder entwicklungsbedingten Besonderheiten und Auffälligkeiten sind werden sonderpädagogische Pflegefamilien vorgehalten. Mindestens ein Pflegeelternteil muss dazu qualifiziert sein und/oder langjährige Erfahrungen im Umgang mit entwicklungsbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen haben.

Verwandtenpflege

die Pflegeeltern sind mit dem Kind verwandt, es gelten die gleichen Bedingungen wie für andere Formen der Vollzeitpflege. Der junge Mensch verbleibt dabei in seinem familiären Umfeld.

„Andere Familie kann auch der Haushalt naher Verwandter (Großeltern, Onkel und Tanten) sein. Weder Wortlaut noch Sinn und Zweck der Vorschrift nehmen so genannte Verwandtenpflegestellen von der Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege aus.“

Die Aufgaben des Pflegekinderdienstes

Der Pflegekinderdienst ist verantwortlich für die Gewinnung von Pflegefamilien. Im Rahmen einer Eignungsprüfung sichert der Pflegekinderdienst den Schutz und das Wohl des Kindes während des Aufenthaltes in der Pflegefamilie ab

Für die Pflegepersonen ist der Pflegekinderdienst Ansprechpartner und vertrauensvoller Berater in allen Belangen des Pflegeverhältnisses. Er ist das Bindeglied zwischen Pflegestelle, Jugendamt und anderen Institutionen.

Während des Pflegeverhältnisses begleitet und unterstützt der Pflegekinderdienst PKD den Prozess der Integration des Kindes in die Pflegefamilie.

Der Pflegekinderdienst berät und begleitet die Pflegeeltern u.a. bei:

  • pädagogischen, psychologischen, sowie rechtlichen Fragen
  • Entwicklungsfragen des Kindes/Jugendlichen
  • Fragen der Erziehung
  • Auswahl von Kindergarten/Schule/Ausbildung
  • Bearbeitung von Belastungserfahrungen
  • Konflikten mit dem Pflegekind
  • Abklärung und Installation zusätzlicher therapeutischer Hilfen
  • Kontakten zur Herkunftsfamilie
  • Fragen zur medizinischen Versorgung
  • Kontakten mit anderen Institutionen
  • Vor- und Nachbereitung von Hilfeplangesprächen
  • Beendigung des Pflegeverhältnisses
  • Fragen zu Rahmenbedingungen und insbesondere zu Leistungen nach § 39 Abs. 4 SGB VIII
  • etc.

Rechtliche Informationen

Bei der Vollzeitpflege gem. § 33 SGB VIII handelt es sich um eine Sozialleistung aus dem Bereich der Hilfe zur Erziehung. Das Angebot leitet sich aus § 1 Abs. 1 SGB VIII ab.

„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“

Ein Anspruch lässt sich aus § 27 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII Hilfe zur Erziehung ableiten.

„Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung).“

Vollzeitpflege gem. §33 SGB VIII beschreibt die Hilfeform näher; es soll entsprechend dem Alter, dem Entwicklungsstand und der persönlichen Bindungen zeitlich befristet oder auf Dauer angelegt sein. Je nach Bedarf des Kindes sowie der Qualifizierung der Pflegeperson kann eine Erweiterung zu einer sozialpädagogischen oder heilpädagogischen Pflegestelle geprüft werden

„Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen und seinen persönlichen Bindungen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie Kindern und Jugendlichen in einer anderen Familie eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform bieten.“

Eignungsprüfung / Voraussetzungen zur Aufnahme eines Pflegekindes

· Offenheit und Toleranz gegenüber dem jungen Menschen und seiner Herkunftsfamilie
· Geduld, Belastbarkeit, Fähigkeit zur Selbstreflexion
· Offenheit und Toleranz gegenüber ungewöhnlichen oder fremden Verhaltensweisen
· solides eigenes Familiensystem
· zeitliche Ressourcen
· räumliche Ressourcen
· Kooperationsfähigkeit und Bereitschaft, ein soziales Netzwerk aufzubauen und zu nutzen
· Abgeschlossene Familienplanung und fortgeschrittene Autonomieentwicklung der eigenen Kinder

Bewerbungsunterlagen von Pflegeeltern

  • ausgefüllter Fragebogen
  • Formloser Antrag
  • Lebenslauf / Lebensbericht
  • Foto
  • Eheurkunde (wenn verheiratet)
  • erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • Nettoverdienstbescheinigung
  • ärztliche Bescheinigung
  • Teilnahme am Pflegeelternbewerberseminar, das nächste Seminar beginnt am 28.10.2016

Bei Fragen zur Eignung stehen Ihnen die Mitarbeiter/innen des Pflegekinderdienstes zur Verfügung. Gerne können Sie einen Termin zu einem Beratungsgespräch vereinbaren.

Finanzielle Leisungen und Versicherungen

Altersvorsorge

Die Erstattung der Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung durch den Träger der Jugendhilfe gem. § 39 Abs. 4 Satz 2 dient dem vorsorgerechtlichen Nachtragsausgleich. Die Erstattung der Aufwendungen zur Altersvorsorge ist gerechtfertigt, wenn eine Pflegeperson nicht erwerbstätig ist oder im Rahmen einer Teilzeiterwerbstätigkeit nur reduzierte gesetzliche Rentenansprüche erwirbt. Als angemessen im Rahmen der hälftigen Erstattung von Altersvorsorgebeiträgen werden maximal monatlich 39,- € pro Pflegeperson anerkannt. Ist eine Pflegeperson neben der Betreuung des Pflegekindes stundenweise beschäftigt, und rentenversicherungspflichtig, ist die hälftige Anerkennungspauschale (39,- € : 2 = 19,50 €) als angemessen anzusehen.

Unfallversicherung

Vorbehaltlich der Möglichkeit der Absicherung gegen die Unfallrisiken über eine sogenannte Gruppenversicherung werden als monatliche Beiträge zu einer privaten Unfallversicherung maximal 5,- € je Pflegeperson monatlich als angemessen anerkannt.

Haftpflichtversicherung

Die freiwillige Haftpflicht läuft über die OKV (Ostdeutsche Kommunalversicherung)Deckungssummen: 2.000.000 € Personenschäden und 100.000 € Vermögensschäden
Kosten: 3,85 € monatlich – abgezogen vom Pflegegeld