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Otto der Große in Europa

Otto und Editha 

Otto der Große beeinflusste während seiner Herrschaft die Politik in weiten Teilen Europas – lange bevor die Idee »Europa« geboren wurde.

Herzöge und Herrscher, Freunde und Feinde, Fehden und Verstrickungen: Die Machtverhältnisse im Mittelalter waren – mit wechselnden Allianzen sowie arrangierten Ehen – so komplex, dass heutige Betrachter sich zuweilen an eine Fernsehseifenoper erinnert fühlen. Otto I. bewegte sich mit Geschick in diesem Geflecht und wusste es zur Stabilisierung seiner Macht einzusetzen.

Otto I. und die Außenpolitik

Er sichert die Grenzen des Reiches und führt die Ostexpansion seines Vaters fort. Ebenfalls auf Ottos To-do-Liste: die Christianisierung des Nordens und der Slawen.

Mit seinem Sieg gegen die Ungarn 955 auf dem Lechfeld konnte er gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er beseitigt nicht nur eine äußere Gefahr für das Reich, sondern festigt zudem auch seine Macht im Innern. Folglich verläuft die zweite Hälfte seiner Herrschaft weitgehend ruhig – und gipfelt 962 in der Kaiserkrönung durch Papst Johannes XII.

Politik und Partnerwahl

Immer wieder nutzt Otto I. die Möglichkeiten einer geschickten Heiratspolitik, um seine Ziele zu verfolgen. Auf diese Weise kann er Widersacher versöhnen und Auseinandersetzungen befrieden. Dabei geht der Herrscher mit gutem Beispiel voran: Seine erste Gemahlin Editha war eine angelsächsische Königstochter – eine gute Verbindung.

Die Ehe mit seiner zweiten Frau Adelheid erwies sich aber als noch »ertragreicher«, da sie ihm auch die italienische Königswürde einbrachte. Und als er seinen Sohn Otto mit Theophanu – einer griechischen Prinzessin und Nichte des byzantinischen Kaisers – verheiratet, schlägt der Herrscher eine Brücke vom Abendland ins Morgenland.

Otto I. und sein Netzwerk

Zu einer Zeit, in der es noch keine konkrete Vorstellung von Europa gab, schickte Otto I. bereits seine Gesandten über den Kontinent: Mit diplomatischen Missionen und Verträgen nahm er weithin Einfluss – heute würde man wahrscheinlich von einem begabten Netzwerker sprechen.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Ottostadt Magdeburg mit dem Kaiser-Otto-Preis jene Persönlichkeiten würdigt, die sich um den europäischen Einigungsprozess sowie um die Förderung des europäischen Gedankens – ganz in Ottos Sinne - verdient machen.
Eine besondere Verbindung

Otto der Große strebt nach einer Friedensordnung für sein Reich und seine Nachbarn. Er schafft ein Netz an friedlichen Beziehungen und verbindet damit Herrschaftsgebiete und Menschen enger miteinander als dies je zuvor möglich war. Besonders nah sind ihm dabei immer die Menschen in seiner Lieblingspfalz, der Ottostadt Magdeburg.