Grußwort zur Eröffnung der 4. Stadtumbaukonferenz in Sachsen-Anhalt

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Grußwort zur Eröffnung der 4. Stadtumbaukonferenz in Sachsen-Anhalt


25. November 2009, Festung Mark

Es gilt das gesprochene Wort!


Sehr geehrter Herr Minister Dr. Daehre,
sehr geehrter Herr Ministerialrat Hilgen,
sehr geehrter Herr Meißner,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich freue mich, Sie in diesen ganz besonderen Räumlichkeiten zu Ihrer nunmehr 4. Stadtumbaukonferenz begrüßen zu dürfen.


Wir befinden uns hier in der Festung Mark an einem geschichtlich bedeutenden Ort der Stadt, denn diese Gebäude sind Bestandteil der Festungsanlagen, die einmal das Stadtbild geprägt haben. Heute ist hier wieder junges Leben eingezogen, nicht zuletzt Dank der Unterstützung der Fördermittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost.

Ausgehend von dem Engagement einer Handvoll Enthusiasten wurden hier die Ideen zur Schaffung einer Begegnungsstätte für Studenten mit dem Erhalt eines denkmalgeschützten Gebäudes verknüpft. Inzwischen ist der Betrieb der Kulturstätte längst dem Studentenleben entwachsen. Unter Federführung der KulturStiftung Festung Mark, übrigens Deutschlands Bürgerstiftung mit den meisten Stiftungsgründern, wird hier mit großem Erfolg das kulturelle Angebot der Stadt erweitert.
Mit großen überregional bekannten Veranstaltungen, wie beispielsweise dem „Spektakulum Magdeburgense“, wird dieser Ort immer mehr zum Bindeglied zwischen Uni-Campus und Innenstadt.

Dieses gelungene Beispiel für den Einsatz von Fördermitteln ist daher prädestiniert als Kulisse für diese Konferenz zur Betrachtung der Ergebnisse der Stadtumbauförderung.
In der Mittagspause, ab etwa 12.00 Uhr, haben Sie darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, weiter hinter die Kulissen zu schauen.


Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir wollen heute im Rahmen dieser Veranstaltung ein Resümee zur ersten Förderperiode des Stadtumbauprogramms ziehen, das seit 2001 einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leistet.

Zu diesem Zeitpunkt wurde erkannt, dass die demographische Entwicklung in Richtung eines deutlichen Schwundes der Einwohnerzahlen geht. Die Landeshauptstadt Magdeburg, als Teil Sachsen-Anhalts und der neuen Bundesländer allgemein, konnte und kann sich den großen Trends natürlich nicht entziehen. Dies gilt umso mehr, wenn die Triebkräfte dieser Trends von allgemeingültiger Natur sind – wie die Abwanderungsströme in die alten Bundesländer und der Einbruch der Geburtenzahlen.

Die anfänglichen Bevölkerungsprognosen für die Landeshauptstadt sahen für das Jahr 2020 eine Einwohnerzahl von unter 200.000 voraus. Die Stabilisierung der Einwohnerzahlen und die leichten Bevölkerungsgewinne in den Jahren 2005 und 2006 lassen die Verluste zwar nicht mehr ganz so dramatisch erscheinen, täuschen jedoch nicht darüber hinweg, dass mittel- und langfristig weiter mit sinkenden Einwohnerzahlen zu rechnen ist.

Davon ausgehend muss für die Landeshauptstadt im Jahr 2020 mit einem Wohnungsüberhang von insgesamt ca. 24.000 Wohneinheiten gerechnet werden. Wenn man die bereits geplanten Abrisse bis zum Jahr 2013 von rund 6.300 WE abzieht, besteht ein zusätzliches Rückbauerfordernis von ca. 17.700 WE. Dies zeigt, dass eine kontinuierliche  Fortsetzung dieses Prozesses dringend geboten ist.
Dabei wird es jedoch immer schwieriger zu lokalisieren, wo die einzelne Wohnung leer steht. Die Anzahl der notwendigen Abrisse übersteigt die Möglichkeiten in den bisherigen klassischen Rückbaugebieten um ein Vielfaches. Dabei steht nicht mehr die leerstehende und unsanierte Platte im Fokus. Rückbau muss zukünftig unter stärkerer Beteiligung Privater erfolgen. Dies macht eine Korrektur der Bürgerbeteiligung notwendig.

Umfragen zeigen immer wieder, dass die Möglichkeiten der Städtebauförderung und speziell die des Stadtumbau Ost bei privaten Hauseigentümern zu wenig bekannt sind. Die Landeshauptstadt Magdeburg beschritt daher in den letzten Jahren in diesem Bereich neue Wege. Im Rahmen der Erarbeitung von Quartiersvereinbarungen für die beiden brisantesten Stadtumbaugebiete – Neu Olvenstedt und Neu Reform – wurden mittels Bürgerforen, Quartierspaziergängen und einer aktiven Pressearbeit die Bürger direkt einbezogen. Dies mündete in ein vertraglich festgelegtes Handlungskonzept, das es nun umzusetzen gilt.

Eine Fortsetzung  dieser aktiven Bürgerbeteiligung fand in diesem Jahr in den Stadtteilen Alte und Neue Neustadt statt. Hier wurden erstmals Quartiere mit einem höheren Anteil an Privateigentümern betrachtet. Im Ergebnis erzeugen die konzentrierten und abgestimmten Aktionen der Vertragsparteien mit einem Entwicklungshorizont bis 2020 eine positive Wirkung auf die Bewohner, nicht zuletzt durch transparentes und bürgernahes Handeln. Und auch durch das Land erfährt die Landeshauptstadt hier eine positive Resonanz.


Sehr geehrte Damen und Herren,
Stadtumbau besteht jedoch nicht nur aus Rückbau und Schrumpfen, sondern eben auch aus Aufwerten. Die Landeshauptstadt Magdeburg investierte daher seit 2001  28,5 Mio. Euro in die Aufwertung von Stadtteilen und Stadtquartieren allein aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost. Unser Schwerpunkt lag hier bei den innerstädtischen Projekten, wie dem Gebäude in dem wir uns gerade befinden oder auch den Projekten, die wir im Rahmen der IBA 2010 präsentiert werden, wie die Lukasklause und die Erschließung und Entwicklung des unmittelbar an der Elbe befindlichen Areals des ehemaligen Elbebahnhofes.
Gerade diese Projekte leisten einen entscheidenden Beitrag für die positive Wahrnehmung des Stadtumbaus.


Verehrte Gäste,
ich hoffe, Sie haben über die Konferenz hinaus ein wenig Zeit mitgebracht, um sich selbst über die Entwicklungen und Potentiale unserer über 1.200-jährigen Elbestadt zu überzeugen. Die Landeshauptstadt Magdeburg steht für ihre städtebauliche Qualität und ihre architektonischen Gegensätze. Das besondere ist wohl die einmalige Symbiose von Alt und Neu, von Tradition und Moderne.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und der Konferenz einen fruchtbaren und erkenntnisreichen Verlauf.

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