Grußwort zur Festveranstaltung 50 Jahre Bundeswehr

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Grußwort zur Festveranstaltung 50 Jahre Bundeswehr aus Anlass des feierlichen Gelöbnisses und des Großen Zapfenstreiches in Magdeburg

25. August 2005, 18.30 Uhr, Johanniskirche

Sehr geehrter Herr Generalleutnant Dieter,
sehr geehrter Herr Landtagspräsident Prof. Spottka,
sehr geehrte Herr Ministerpräsident Prof. Böhmer,
sehr geehrte Eminenzen,
sehr geehrte Herren Generäle,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
liebe Kollegen und Kolleginnen Bürgermeister und Landräte,
hochverehrte Gäste,

wir begehen heute ein dreifaches Jubiläum: wir feiern 50 Jahre Bundeswehr, 15 Jahre Bundesland Sachsen-Anhalt und 1200 Jahre Magdeburg – ein denkwürdiger Tag für unsere Stadt. Ich begrüße sie dazu auf das Herzlichste in der Johanniskirche zu Magdeburg.

Die Landeshauptstadt Magdeburg feiert ein ganzes Jahr lang 1200 Jahre geschriebene Stadtgeschichte. Im Diedenhofer Kapitular durch Karl den Großen wird der Handelsplatz an der Elbe zwischen den Sachsen und den Slawen unter dem Namen Magadoburg beschrieben und sanktioniert.
Interessanter Weise verbot der Regent sofort den Handel von Waffen, Schwertern und Rüstungen. Dennoch war diese Geburtsurkunde für 1200 Jahre Stadtgeschichte leider kein Garant für ein dauerhaftes Leben in Frieden.
Die großen Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und am 16. Januar 1945 sind für die Magdeburger wohl die schwersten Ereignisse der Stadtgeschichte gewesen.

12 besondere Höhepunkte weist der umfangreiche Festkalender aus – 12 großartige Ereignisse, für jedes Jahrhunderte eines - erhielt die Stadt zum Geburtstag geschenkt.

Das öffentliche Gelöbnis, die bewußte Begegnung der Bürger mit der Bundeswehr in diesem ehrwürdigen Hause und der abendliche, abschließende Große Zapfenstreich gehören ganz zweifellos zu den herausragenden Feierlichkeiten zum Stadtgeburtstag. Der heutige Tag markiert dabei einen herausragenden Moment im Jubiläumsjahr. Obgleich der Domplatz lange Zeit Exerzierplatz, Aufmarschplatz und Paradeplatz war, gingen doch nie zuvor die zivile und militärische Gesellschaft eine so enge Verbindung ein, war die Armee ein Unterpfand und Schutzschild der Demokratie. Diese beiden Momente konnte erst die Bundeswehr in sich vereinen.

Wie lange auch immer eine Armee hier stationiert war, Truppen in der Stadt zum öffentlichen Bild gehörten – eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame demokratische Verantwortung gab es nicht.

Das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr hier in Magdeburg ist eine große Referenz an diese Stadt, die mit dem Militär in ihrer Geschichte lebte, leidvolle Erfahrungen machte und heute ganz selbstverständlich mit dem VBK 82 für das Image, die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung dieser Stadt und für die Menschen hier an gemeinsamer Front steht.

Die Büste des Magdeburgers Henning von Tresckow, ist ein Geschenk des VBK 82 an die Landeshauptstadt für das Alte Rathaus, das noch saniert wird. Sie ist ein Symbol der neuen Verbundenheit zwischen ziviler und militärischer Gesellschaft in Magdeburg. Diese Verbundenheit besteht seit 15 Jahren nicht nur in einer neuen, gegenseitigen Wahrnahme, sondern auch in einer gemeinsamen Verantwortung für das kommunale Gemeinwesen.
Damit haben sich die Erfahrungen der Magdeburger mit Armeen ganz grundsätzlich gewandelt.

Während die meisten Soldaten, in der Geschichte der Stadt, Territorium und Festungen eroberten, sind die Soldaten der Bundeswehr heute vor allem für den Katastrophenfall sowie für die weltweite Verteidigung von Demokratie und Grundrechten im Einsatz.

Es ist ein Geschenk, dass Deutschland heute keine feindlichen Nachbarn mehr hat und im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit friedliche leben kann.Der Einsatz der Bundeswehr im Jahrhunderthochwasser im August 2002 bleibt wohl allen Magdeburgern in Erinnerung.

Mit Vorträgen, Ausstellungen und Veröffentlichungen für die weitere Erforschung der Stadtgeschichte und der Militärgeschichte etablierte sich die Bundeswehr in der Stadt. Viele Aspekte des militärischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus oder Fragen der transatlantischen Kontakte bereicherten in Magdeburg die öffentlichen Debatten. Zahlreiche bürgerschaftliche Projekte werden gemeinsam durchgeführt.

Mit Benefizkonzerten unterstützte das VBK 82 den Wiederaufbau der Johanniskirche, die als letzte Ruine von der einstigen Kriegslast sprach.
Und damit schließt sich am heutigen frühen Abend hier in der Johanniskirche auch der gemeinsame Kreis der Geschichte der Stadt Magdeburg, des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und der Bundeswehr.

Als eine Stadt Mitteldeutschlands steht Magdeburg für die große Kultur- und Geistesgeschichte dieser Region aber auch für ihre Verknüpfung in Europa. Die Kirche St. Johannis ist über 1000 Jahre alt und war die älteste Kaufmannskirche Deutschlands. Fünfmal wurde sie zerstört und fünfmal wieder aufgebaut. Damit steht sie auch als ein Symbol der unbändigen Kraft und der Hoffnung der Bürger dieser Stadt.

Wenn wir uns in dieser Kraft und Hoffnung unterstützt wissen – und das wissen wir durch die Bundeswehr – dann ist das ein Gewinn an wirtschaftlicher, kultureller und demokratischer Qualität.

Dafür möchte ich an dieser Stelle Danke sagen und freue mich sehr auf die gemeinsame Entgegennahme des Großen Zapfenstreiches für meine Heimatstadt.

Von Otto dem Großen, dem ersten römisch-deutschen Kaiser, der in Magdeburg aufbrach zur Einigung der Stämme und Völker Mitteleuropas bis zu den Architekten moderner politischer und städtebaulicher Konzepte für das 21. Jahrhundert – Magdeburg hat eine bewegte Geschichte und eine spannende Gegenwart. Die Stadt ist mit ihren 1200 Jahren alt und neu zugleich.
Das Engagement der Bundeswehr im Jubiläumsjahr "Magdeburg 12hundert" ist eine besondere Ehre für die Stadt.

Ein herzliches Willkommen allen Gästen und Freunden am heutigen Tag und darüber hinaus.

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