Erfolgsstory Bilanz der großen Magdeburger Geschichtsausstellung

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Das Heilige Römische Reich als Erfolgsstory Bilanz der großen Magdeburger Geschichtsausstellung

  

Ausstellungsmotiv, ©KHM

Als sich am Sonntagabend um 19:00 Uhr in Magdeburg und Berlin die Türen zur Geschichtsschau "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" geschlossen hatten, stand bereits fest, dass eine außergewöhnlich faszinierende Ausstellung zu Ende gegangen war. Nun können die Verantwortlichen auch auf eine beispiellose Erfolgsstory zurückblicken.

Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg und im Deutschen Historischen Museum in Berlin wurde in den vergangenen 105 Tagen nicht nur Geschichte gezeigt, sondern buchstäblich auch Ausstellungsgeschichte geschrieben. "Mit über 440.000 Besuchern ist die große Doppel-Schau die erfolgreichste kulturhistorische Ausstellung seit der 1981 in Berlin gezeigten Preußen-Ausstellung", so der Magdeburger Museumsdirektor Prof. Dr. Matthias Puhle.

Der Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums in Berlin, Prof. Hans Ottomeyer fügte hinzu: "Die beiden Museen haben in den letzten Wochen eher an einen Bienenstock erinnert, aus dem Besucher ein und ausströmten. Wir haben 105 große Tage einer Museumskultur gefeiert, die sich insgesamt im Aufschwung befindet." Gäste aus ganz Deutschland, allen europäischen Ländern, den USA, China, Japan und Afrika waren bereit, teilweise bis zu mehreren Stunden vor den Museen Schlange zu stehen, um die Kunst- und Kulturschätze des Mittelalters und der frühen Neuzeit in ihrer einzigartigen Zusammenstellung zu erleben.

In Magdeburg weckten 420 Originalexponate von 165 Leihgebern aus zwölf europäischen Ländern und den USA eine besondere Faszination bei den Besuchern. Fast eine Viertelmillion Menschen (248.800) wollten die mittelalterlichen Kunstschätze wie etwa den Codex Manesse aus Heidelberg, den goldenen Ada-Buchdeckel aus Trier, den Nürnberger Heiltumsschrein oder Maximilians Kaiserdenkmal aus Salzburg sehen. Unter den Ausstellungsbesuchern befanden sich rund 15.000 Schüler; im Kinderreich, einem Erlebnisraum, in dem kleine Museumsbesucher unter Betreuung des Thema Mittelalter erforschen konnten, spielten über 1.000 Kinder. Prominente Ausstellungsgäste waren unter anderem Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, Franz Beckenbauer, Hellmuth Karasek, Reinhard Bütikofer, Herbert Feuerstein und Ulrich Meyer.

Der am besten besuchte Ausstellungstag war Samstag der 9. Dezember mit über 6.500 Gästen. 74.200 Besucher nahmen an Führungen teil, die von insgesamt 40 Ausstellungsführern angeboten wurden. 47.250 Mal wurde die elektronische Variante der Audio-Führung genutzt. Vom Kurzführer verkauften sich 26.300 Exemplare. Im Rahmenprogramm übertraf die Nachfrage für zwei Konzerte des Musik-Ensembles Capella Antiqua Bambergensis zum Codex Manesse bei weitem das Angebot von insgesamt ca. 500 Plätzen, so dass diese gut und gerne hätten dreimal so oft verkauft werden können.

Zu den Bestsellern im Museumsshop zählten die Playmobil-Figur des Magdeburger Reiters, dessen limitierte Auflage von 20.000 Stück fast vergriffen ist, das im Beck Verlag erschienene Buch von Bernd Schneidmüller "Die Kaiser des Mittelalters", Das Damals-Heft "Kein Reich der Deutschen?" und die Hörspiel-CD "Codex Manesse", die kurzfristig neu aufgelegt werden musste. Auf der Website www.dasheiligereich.de, die bereits zwei Jahre vor Ausstellungsbeginn auf das Ereignis aufmerksam gemacht hatte, wurden insgesamt über 750.000 Zugriffe registriert. Ca. 5.000 Medienberichte widmeten sich der Ausstellung, längere Filmbeiträge sendeten unter anderem der MDR, das ZDF und Pro 7/Kabel 1.

Im Rahmen eines abschließenden Pressegespräches nannte Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Jan-Hendrik Olbertz die Magdeburger Ausstellung zum Heiligen Römischen Reich einen grandiosen Erfolg: "Es handelte es sich um ein außergewöhnlich attraktives Projekt mit einem enormen Bildungs- und Identifikationswert gerade auch für junge Leute."

Seitens der Landeshauptstadt werden unterdessen Perspektiven entwickelt, das erworbene Ansehen als Standort für große kulturhistorische Ausstellungen weiter zu festigen. "Wenn man derzeit Auswärtige nach Magdeburg befragt, ist es das Stichwort 'Mittelalterausstellungen', das als erstes fällt. Wir wollen an diesen Erfolg anknüpfen und planen deshalb, ein Zentrum für Mittelalterausstellungen aufzubauen", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Kulturbeigeordneter Dr. Rüdiger Koch kündigte unterdessen für 2009 eine weitere große Mittelalterausstellung an. Dann solle an den Baubeginn des zweiten Magdeburger Domes vor 800 Jahren mit der Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" erinnert werden. "Diese Ausstellung wäre eine weitere inhaltliche Wegmarke für ein Ausstellungszentrum zur Geschichte des Mittelalters in Magdeburg", so Dr. Koch.

Über die 29. Ausstellung des Europarates - Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 - 1806

  

Codex Manesse, Kaiser Heinrich VI., 1. Hälfte 14. Jhd. ©Heidelberg, Universitätsbibliothekvom 28. August bis 10. Dezember 2006 wurde sie im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt

Über 800 Jahre bestimmte das Heilige Römische Reich die deutsche und europäische Geschichte. Große Kaiser und Könige lenkten mit ihren Taten und Entscheidungen die Geschicke dieses einzigartigen Staatengebildes, führten es durch Wandel und Fortschritt, durch große Krisen und Niederlagen bis hin zu seinem Untergang.

Am 2. Februar 962 wurde Otto der Große im Petersdom zu Rom zum Kaiser gekrönt; er gilt als Begründer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.  Mit seiner Politik verknüpfte er die antike Idee des Kaisertums mit dem nordalpinen ostfränkischen Reich. Magdeburg wurde seine Lieblingspfalz und rückte somit ins Zentrum Europas.

Der Salier Heinrich IV. erflehte mit seinem berühmten „Gang nach Canossa“ die Wiederaufnahme in die kirchliche Gemeinschaft und offenbarte gleichzeitig seine Schwäche gegenüber dem Papsttum. In der Zeit der Salier erstarkten aber auch neue gesellschaftliche Kräfte, die für das Schicksal des Reiches von existenzieller Bedeutung wurden (Reichsministerialität, Städte, Reformmönchtum).

Unter dem Staufer Friedrich I. Barbarossa kam die Idee von der Heiligung des Reiches auf . Friedrich II. gewann auf seinem Kreuzzug Jerusalem statt mit Waffengewalt durch Verhandlungen mit der arabischen Welt und schaffte es so, diesen Konflikt zwischen abendländischer und arabischer Kultur beizulegen.

Der wohl markanteste Vertreter der folgenden Luxemburger war Kaiser Karl IV., der alle Kronen des Reiches erlangte – die Reichskrone, die Eiserne Krone der Langobarden, die Krone von Burgund und die Böhmische Krone.

Unter den Habsburgern wurde eine einzigartige dynastischen Beständigkeit erreicht. Bis 1806 stellte dieses Adelsgeschlecht fast ausschließlich die Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Am 6. August 1806 legte Kaiser Franz II. die Krone des Reiches nieder. Damit ging fast sang- und klanglos eine politische Struktur unter, die trotz zahlreicher Grenzverschiebungen, dem Erlöschen mächtiger Dynastien, dem Aufstieg neuer Adelsgeschlechter und der Einflussnahme fremder Völker mehr als 800 Jahre Bestand hatte. 

Logo Ausstellung Heiliges Römisches Reich, ©KHMMagdeburg – Lieblingspfalz und Domstadt

Die grüne Domstadt an der Elbe lockt mit großer Historie und zahlreichen Kulturangeboten.  
Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Kaisertum des Mittelalters verbunden. Otto I., der nach dem Sieg über die Ungarn 955 Otto der Große genannt wurde, erwählte Magdeburg zu seiner Lieblingspfalz und schenkte diese als Morgengabe seiner ersten Gemahlin Editha zur Hochzeit. Er war es auch, der das Mauritiuskloster gründete und den Bau einer monumentalen Kathedrale veranlasste – den Vorgängerbau des heutigen Domes St. Mauritius und St. Katharina. Die nachfolgenden Kaiser aus dem Geschlecht der Salier und Staufer feierten das Weihnachtsfest in Magdeburg und hielten hier Hoftag. Kaiser Friedrich I. Barbarossa weilte mehrfach in der Elbestadt und sein Sohn Philipp von Schwaben zog zum Weihnachtsfest 1199 feierlich im kaiserlichen Ornat mit den Reichsinsignien in den Dom ein. Magdeburg trat aus dem Dunkel der Geschichte in den Mittelpunkt des Reiches.

Noch heute erinnern eine Vielzahl interessanter Architekturzeugnisse an die Zeit des Mittelalters.  So befindet sich die Grablege des Kaisers Otto der Große im Dom; das Kloster Unser Lieben Frauen aus dem 11. Jahrhundert ist Zentrum der bekannten „Straße der Romanik“.

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