Stolpersteine erinnern an das Schicksal Magdeburger Opfer des Nationalsozialismus - OB weiht am 18. März die ersten 13 Erinnerungsmale ein

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Stolpersteine erinnern an das Schicksal Magdeburger Opfer des Nationalsozialismus - OB weihte am 18. März die ersten 13 Erinnerungsmale ein

Stolpersteine

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper weihte am 18. März 2007 im Rahmen einer Gedenkstunde die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Opfer des Nationalsozialismus in Magdeburg ein. Der erste Stein wurde von dem Kölner Künstler Gunter Demnig und OB Trümper an der Ostseite des Rathauses eingelassen.

"Mit den Stolpersteinen erinnern wir an das individuelle Schicksal von 13 jüdischen Magdeburgerinnen und Magdeburgern, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Wir gedenken damit ehemaliger Mitbürger und setzen ein weiteres Zeichen gegen das Vergessen der Nazidiktatur in unserer Stadt."

Der erste Stolperstein ist dem früheren Magdeburger Bürgermeister Dr. Herbert Goldschmidt gewidmet. Der Stein wird an der Ostseite des Rathauses gegenüber der Johanniskirche in den Fußweg eingelassen. Hier wurde der sozialdemokratische Bürgermeister 1933 von der Gestapo aus seinen Diensträumen abgeführt. 1943 wurde Dr. Herbert Goldschmidt in einem Konzentrationslager bei Riga ermordet.

Zehn Stolpersteine werden auf der Nordseite des Alten Marktes zwischen Bötelstube und Buttergasse in den Gehweg verlegt. Gewidmet sind diese Steine folgenden Magdeburgern:

  • Eisig, Freide und Alfred Sender
  • Chaim und Freude Lecker
  • Leopold, Lotte, Mia, Doris und Miriam Natowitz.

Die drei Familien wohnten im Haus Alter Markt 23, wurden 1943 - teilweise über andere Orte - nach Auschwitz deportiert und dort grausam ermordet.
Zwei weitere Steine werden am Sonntag in den Gehweg der Leibnizstraße eingelassen. Sie erinnern an Hermann und Cecilia Lerner, die bis 1938 in der damaligen Bismarckstraße 37 wohnten und ebenfalls im Konzentrationslager Auschwitz umgebracht wurden.

Verlegt werden die Stolpersteine von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. In die Messingoberfläche sind die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert. Seit 1997 setzt Gunter Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemalige Wohnhäuser und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus.

Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden. Die Spender der ersten 13 Magdeburger Stolpersteine sind die Stadtratsfraktion von PDS und Bündnis 90/Die Grünen, das Bündnis gegen Rechts, der Förderverein "Neue Synagoge Magdeburg e.V.", das Ehepaar Zachhuber sowie die Einzelspender Helga Mathieu und Dieter Haas. Für künftige Stolpersteine liegen der Stadt bereits weitere Spenden vor.

"Die Bereitschaft, mit Spenden die Patenschaft für die Stolpersteine zu übernehmen, verdient Dank und Anerkennung. Je mehr Menschen dieses Projekt mit einer Spende unterstützen, umso mehr Steine können verlegt werden", wirbt Dr. Lutz Trümper gleichzeitig auch für die künftige Unterstützung in der Bürgerschaft.

Jeder Stein kostet 120,- Euro (ab 1.1.2012), dazu erbitten wir für die Gestaltung der dazu gehörenden Seite im Gedenkbuch 25,00 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Pflege sowie für die Dokumentation in einem "Magdeburger Gedenkbuch", das möglichst viele Angaben über Leben und Schicksal der ermordeten Menschen aufnimmt. Ein Buch, zusammengetragen von Vereinen, Initiativen, Schulklassen und Einzelpersonen. Es widmet sich der Spurensuche nach dem Lebensweg der Ermordeten - jüdischer Menschen vor allem, aber auch Sinti und Roma oder anderer Opfer. Die ersten Seiten sind bereits gedruckt.

Für Fragen und weitere Informationen zu den Stolpersteinen stehen die Mitarbeiter des Kulturbüros der Stadtverwaltung unter der
Rufnummer 5 40 21 34 zu Verfügung.

Hintergrundinformationen

Der Magdeburger Stadtrat hat 2005 auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, sich der Möglichkeit des Erinnerns und Gedenkens durch so genannte Stolpersteine vor Hauseingängen und auf Gehwegen anzuschließen, von denen es mehr als 9.000 in über 190 Städten und Gemeinden Deutschlands gibt.

Eine Arbeitsgruppe, der neben der Stadtverwaltung und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auch die Vereine "Miteinander e.V." und "Förderverein Neue Synagoge Magdeburg e.V." sowie das Ökumenische Domgymnasium angehören, hat Informationen über jene 13 Personen zusammengetragen, denen die ersten Stolpersteine gewidmet sind.

Weitere Informationen über die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig sind im Internet unter www.stolpersteine.com zu finden.

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