Tetzelkasten im Magdeburger Dom

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Martin Luther

Die Kathedrale war 1524 Schauplatz von tätlichen Angriffen radikaler Protestanten auf Mitglieder des Domkapitels.

Tetzelkasten im Magdeburger Dom © MMKT
Tetzelkasten im Magdeburger Dom © MMKT
Magdeburger Dom © Andreas Lander
Magdeburger Dom © Andreas Lander

Aber die erzbischöfliche Verwaltung hielt an der Römischen Kirche fest. Erst als die evangelische Konfession im ganzen Erzstift eingeführt war, zelebrierte Domprediger Siegfried Sack 1567 im Dom  den ersten lutherischen Gottesdienst. Beim Untergang Magdeburgs am 20. Mai 1631 bot der Dom 2.000 Menschen Zuflucht. General Tilly ließ zwei Tage später die Tür öffnen. Domprediger Bake trat dem Feldherrn entgegen und bat kniefällig um Gnade, die Tilly gewährte.

Tetzelkasten

Im Dom ist ein sogenannter Tetzelkasten erhalten. Der Dominikanermönch Johannes Tetzel verkündete 1517 im Auftrag Kardinal Albrechts den Petersablass zum Bau der Papstkirche in Rom. Er kassierte nach dem Motto „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“. Die Auswüchse des Geschäfts mit dem Seelenheil hatte Luther zu seiner grundstürzenden Kritik an der römischen Kirche herausgefordert.

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