+++ Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt berät zu Hochwasserschäden +++

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Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt berät zu Hochwasserschäden: Gesundheitsgefahren durch kontaminiertes Trinkwasser und Lebensmittel vermeiden

In Hochwassergebieten besteht ein erhöhtes Risiko von
Infektionskrankheiten, insbesondere durch fäkal-oral übertragbare
Erreger. Die größten hygienischen Probleme ergeben sich nach Ende der
Flut, wenn die Aufräumarbeiten beginnen und Bewohner intensiven Kontakt
zu fäkal belastetem Wasser, Lebensmitteln und Gegenständen haben, dies
insbesondere in Zusammenhang mit dem Überlaufen der Kanalisation.







Stichwort: Trinkwasser

Trinkwasser aus dem zentralen Trinkwassernetz: Hinweise der örtlichen Behörden beachten! Wenn keine behördliche Anordnung wie z.B. ein Trinkwasserverbot oder eine Abkochanordnung vorliegt, kann Wasser aus dem Wasserhahn getrunken werden, auch dann, wenn Wasserzähler und Trinkwasserleitungen im überfluteten Keller liegen. Trinkwasserleitungen sind dicht und stehen unter Druck. Wurde die Trinkwasserversorgung aus dem zentralen Netz unterbrochen, ist vor Wiederinbetriebnahme eine herkömmliche Reinigung der Entnahmestelle und ein längeres Ablaufen des Wassers erforderlich. Im Zweifelsfall fragen Sie bei Ihrem zuständigen Wasserwerk oder beim Gesundheitsamt nach. Besonders problematisch ist die Nutzung von Einzelbrunnen zur  Trinkwasserversorgung, diese sollten erst nach Freigabe durch das zuständige Gesundheitsamt wieder genutzt werden.

Stichwort: Lebensmittel

Alle nicht wasserdicht verpackten Lebensmittel, die mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind, sollten vernichtet werden. Das betrifft vor allem lose Ware wie Obst, Gemüse oder Speisekartoffeln und Lebensmittel in durchweichten und beschädigten Packungen. Auch eingeschweißte Produkte sollten nach längerer Wassereinwirkung nicht mehr verzehrt werden, da auch hier die Gefahr besteht, dass sich die Schweißnähte lösen und Erreger und
Schadstoffe eindringen können. Getränke in Flaschen mit Kronkorken und Schraubverschlüssen sind nicht absolut dicht verschlossen, auch hier wird vorsorglich vom Verzehr abgeraten. Lebensmittel, die nicht mit dem Wasser in Kontakt kamen, aber in der Folge hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt waren/sind, sollten vor dem Verzehr gründlich geprüft werden.
Neben Qualitätseinbußen, besteht die erhöhte Gefahr von Schimmelbefall.
Konserven können weiter aufbewahrt werden. Sie sollten jedoch sehr gründlich, mit heißem Wasser und Spülmittel, gereinigt werden. Arbeitsflächen, Geräte und Behältnisse sind vor der Nahrungszubereitung gründlich zu reinigen. Das gilt auch für Geschirr, das mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen ist. Am besten bei mindestens 60°C in der
Spülmaschine.

Stichwort: Stromausfall beim Kühl- und Gefrierschrank

Kühlschrank: Bei nicht mehr hinreichender Kühlmöglichkeit infolge eines Stromausfalls sollten leicht verderbliche Lebensmittel zügig aufgebraucht und bei längerer Unterbrechung der Kühlkette nicht mehr verzehrt werden.

Gefrierschrank: Es dauert Stunden bis die Lebensmittel im Gefrierschrank infolge eines Stromausfalls antauen. Die Tür des Gerätes sollte geschlossen bleiben, damit die kalte Luft nicht
entweichen kann. Die Lebensmittel tauen um so langsamer auf, je voller der Gefrierschrank ist. Die in der Produktinformation und Gebrauchsanweisung für das jeweilige Gerät angegebenen Lagerzeiten bei Stromausfall variieren und sollten beachtet werden. Das Gefriergut sollte dann am besten zügig aufgebraucht bzw. für eine Ersatztiefkühlung gesorgt werden. Nur kurz aufgetaute Lebensmittel können gekocht, gebraten und dann erneut eingefroren werden. Dauert der Stromausfall sehr lange, sollten leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Eis und Speisen, die rohe Eier enthalten, auf jeden Fall entsorgt werden. In allen Zweifelsfällen sollte man Produkte der eigenen Gesundheit zuliebe nicht mehr verwenden. Schäden an Tiefkühl- und
Gefriergut infolge von Stromausfall, -unterbrechung oder technischem Versagen sind i. d. R. keine versicherten Risiken und daher in der Hausratversicherung grundsätzlich nicht mit eingeschlossen. Es gibt aber einige Versicherer, bei denen im Rahmen der Hausratversicherung dafür Versicherungsschutz geboten wird. Betroffene Verbraucher sollten deshalb im Schadenfall in Ihrer Hausratversicherungspolice nachschauen bzw. beim Versicherer nachfragen, ob Schäden am Kühl- und Gefriergut mitversichert sind.

Stichwort: Private Gärten

Gemüse, Fallobst, Kräuter und Feldfrüchte (auch Knollen- und Wurzelgemüse) aus überschwemmten Gebieten sind nicht für den Verzehr geeignet und sollten entsorgt werden. Wasser aus Teichen und Bächen sollte nach einer Überschwemmung nicht für die Bewässerung von Gemüse, Obst, Feldfrüchten u.ä. genutzt werden! Betroffene private Gärtner können sich zur Sicherheit bei den unteren Bodenschutzbehörden der Landkreise bzw. der kreisfreien Städte
... Zum gleichen Thema können sich Verbraucher unter der kostenlosen Hotline
  •  0800 100 3711 Mo.- Fr. von 9.00- 16.00 Uhr
beraten lassen.

Für weitere Informationen:
  • Angelika Ernst, Fachberaterin Lebensmittel/Ernährung
  • Tel. 0391/5312009
  • Fax 0391/5415953
  • e-mail: ernst@vzsa.de
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