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Hochwassersituation in Magdeburg immer dramatischer - Ganz Ostelbien muss geräumt werden

Die Deiche in Randau und Pechau, wo intensive Sicherungsmaßnahmen waren sind nach Aussagen des Landesbetriebes für Hochwasserschutz akut nicht gefährdet.
Allerdings gibt es sehr kritische Stellen südlich von Magdeburg. Außerdem sind im Umfeld von Magdeburg bereits Deiche gebrochen. Deshalb soll das gesamte ostelbische Stadtgebiet von Magdeburg geräumt werden. Betroffen sind rund 15.000 Personen.

 

Aktuell informieren Polizei und Stadtordnungsdienst die Einwohner mit Lautsprecheranlagen, beginnend in Pechau und Randau-Calenberge. Für Personen, die das Gebiet nicht mit eigenen
Fahrzeugen verlassen können, fahren die MVB halbstündlich auf der Linie 56 und in Cracau auf der Linie 4 mit Bussen bis zum Jerichower Platz. Die Busse halten an allen Haltestellen. Ab Jerichower Platz fahren die Straßenbahnlinien 4 und 6.

Ostelbien wird nicht aufgegeben! Die verstärkten Deiche in Randau und Pechau werden
weiter intensiv verteidigt. Dafür stehen rd. 600 Kräfte zur Verfügung. Sie bleiben vor Ort. Die Polizei wird die geräumten Gebiete bestreifen.

Die Bewohner werden dringend aufgefordert, ihre Fahrzeuge aus dem Gefährdungsgebiet zu bringen und möglichst bei Bekannten oder Verwandten unterzustellen.

Auf dem Werder werden die Sandsackbarrieren weiterhin intensiv verteidigt, außerdem wird an mehreren Stellen intensiv abgepumpt. Dennoch empfiehlt der Krisenstab auch hier dringend, die Wohnungen zu verlassen und sich für einige Tage bei Freunden oder Verwandten einzuquartieren.

In Rothensee versuchen Einsatzkräfte der Bundeswehr, die aus dem Hafenbecken II austretenden Wassermassen durch Barrieren zurück in die Elbe zu leiten. Feuerwehrleute aus dem Raum Köln deichen derzeit außerdem beide Hafenbecken mit BigBags und Sandsäcken ein. Die Maßnahmen sollen vor allem die weitere Überflutung der Wohnsiedlung westlich
des August-Bebel-Dammes eindämmen.

Die Magdeburgerinnen und Magdeburger werden weiterhin aufgefordert, private Pkw-Fahrten auf das absolut Notwendige zu beschränken, um die Straßen für Einsatzfahrzeuge und die Menschen, die jetzt ihre Häuser verlassen müssen, freizuhalten. Das Betreten der Deiche ist streng verboten. Bei Verstößen werden sofort bis zu 400 Euro fällig. Das Ordnungsamt
kontrolliert.

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