Kreuzhorst
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Naturschutzgebiet Kreuzhorst

Durch Verordnung der oberen Naturschutzbehörde können Gebiete zu Naturschutzgebieten erklärt werden, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen- zur Erhaltung bzw. Entwicklung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter wildwachseneder Pflanzen- und wildlebender Tierarten,- aus ökologischen, sonstigen wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder- wegen ihrer Seltenheit, Gefährdung ihrer besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit.
Bäume ohne Wasser
Auf dem Gebiet der Stadt Magdeburg befindet sich das Naturschutzgebiet Kreuzhorst. Es umfasst einen der wenigen naturnahen Auenwaldkomplexe in der mittleren Elbeniederung.
Der überwiegende Teil des Naturschutzgebietes wird von einem Stieleichen - Eschenwald eingenommen. Feldahorn, Flatterulme, Winter- und Sommerlinde sowie Berg- und Spitzahorn sind beigemischt. An den Waldrändern kommen Holzbirne und Wildapfel vor. An trockneren Stellen tritt die Rotbuche auf. Nasse Stellen sind mit Roterle bestockt, die auch zusammen mit der Silberweide die Ufer des Altwassers säumt.
Die alten Elbarme befinden sich größtenteils im letzten Verlandungsstadium. freie Wasserflächen sind nur noch selten anzutreffen. Auf weiten Teilen der alten Elbarme erstrecken sich Teichrosen. Die Flachwasserbereiche werden fast vollständig vom Rohrkolbenröhricht bewachsen.

Im NSG Kreuzhorst wurden 32 Säugetierarten nachgewiesen, von denen 16 in der Roten Liste des Landes Sachsen-Anhalt stehen. Besonders zu erwähnen sind mehrere Ansiedlungen des Elbebibers und das Vorkommen des stark gefährdeten Iltis. 90 Arten von Brutvögeln konnten nachgewiesen werden. Besonders hervorzuheben ist die seit den 1920er Jahren bestehende Graureiherkolonie. Seit 1985 wird der Schreiadler zur Brutzeit im Gebiet beobachtet.
Das NSG beherbergt 3 Reptilien- und 12 Amphibienarten, von denen 6 als gefährdet eingestuft sind. In der Alten Elbe wurden 11 Fischarten festgestellt, von denen der Steinbeißer als vom Aussterben bedrohte Art eingestuft ist.
In diesem Gebiet wurden 3000 Schmetterlingsarten und allein 168 Rüsselkäferarten nachgewiesen. Zu erwähnen ist auch das Vorkommen von Hirschkäfer und Heldbock.

 

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Stand: 28.02.2017 08:44 Uhr
Output erzeugt: 28.02.2017 08:45:08

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