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Stabsstelle Klimaschutz / Umweltvorsorge
Volker Krüger
Julius-Bremer-Straße 10
39104 Magdeburg





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Magdeburger Stadtschokolade

Das von der Stadt Unterschleißheim entwickelte Stadtschokoladen-Projekt von nachhaltig angebautem Kakao stellt eine wichtige Maßnahme dar, dem Klimawandel sowohl in ökologischer als auch ökonomischer und sozialer Hinsicht zu begegnen. Besonderes und wesentliches Element der Zusammenarbeit Magdeburgs und den anderen Klima-Bündnis-Städten mit Kolumbien ist die partnerschaftliche Projektentwicklung mit der indigenen Kakaobauern-Organisation vor Ort sowie der interna-tional renommierten Regenwaldstiftung Amazon Conservation Team (ACT). ACT berät die Kleinbauern vor Ort im Ressourcenschutz, im biologischen Anbau und im fairen Handel.
Projektpartner

Projektpartner in Kolumbien

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GEOGRAPHISCHE HERKUNFT DER KAKAOBOHNEN

Die besondere Lage in der Pufferzone des Nationalparks Alto Fragua Indi Wasi im Quellgebiet des kolumbianischen Amazonas erfordert eine besonders naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftungsform des Kakaoanbaus. Die verschiedenen Höhenstufen im Nationalpark reichen von 900 m bis 3.275 m über dem Meeresspiegel und zeichnen sich durch eine weltweit einzigartige biologische Vielfalt an Tieren und Pflanzen aus. Die Kakaobohnen werden von 100 Kakao-Bauern der Tandachiridu Inganokuna auf kleinen Parzellen ohne Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger angebaut. Nach 3 Jahren beginnen die Kakaobäume (Theobroma cacao) erstmals Früchte zu tragen. Die 30 cm großen Früchte in Form eines Maiskolbens werden dann mit der Machete geerntet, anschließend wird das Fruchtfleisch mit den Kakaobohnen aus jeder einzelnen Frucht herausgeschält und auf den Weilern zur Fermentation gebracht. Erst dann entwickelt sich das unverkennbare Schokoladenaroma. Zuletzt werden die an der Sonne getrockneten Kakaobohnen von den Kleinbauern einzeln verlesen und in Säcken, die aus einer einheimischen Agavenfaser bestehen, verpackt. Die Kleinbauern erhalten für Ihre Kakaoernte einen Erlös, der deutlich über dem des Weltmarktpreises liegt. Außerdem fließen von jeder verkauften Tafel Schokolade 10 Cents einem Fonds für die Unterstützung der Kleinbauern und dem Erhalt des Regenwaldes zu. Diese Einkommensalternative ermöglicht es den Kleinbauern, auf Regenwaldabholzung und Anbau von Drogen (Koka) zu verzichten.

Verarbeitung der Kakaobohnen zu Schokolade

Die Kakaobohnen werden ohne Zwischenhandel direkt an das mit siebzigjähriger Tradition familiengeführte Schokoladenwerk Wil-helm Eberhardt im Odenwald verschifft. Dort werden die Kakaobohnen - deutschlandweit einmalig geröstet und gemahlen. Anschließend wird die Kakaomasse gemischt, gewalzt, conchiert, geformt und verpackt. Im Unterschied zu herkömmlichen Stadtschokoladen erfolgt die Verarbeitung nicht in standardisierter Massenproduktion, sondern ausschließlich von Hand. Nur dadurch kann der Ursprung der Ka-kaobohnen hinsichtlich Herkunft und Aroma gewährleistet werden und jeder Kakaosack einer indigenen Kleinbauernfamilie zugeordnet werden. Am Ende entsteht eine hochwertige Edelschokolade mit unverwechselbarem Aroma.

Wo ist die Schokolade erhältlich?

Die Schokolade ist in der Tourist-Information, im Perfetto / Karstadt und im "Ottos - Spezialitätengeschäft" im Hunderwasserhaus erhältlich.
Mit einer symbolischen Verkostung hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am 5. März den Verkauf der neuen Magdeburger Stadtschokolade offiziell gestartet.  

Pressemitteilung

Schokolade