Rede zum Kaiser-Otto-Preis

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Begrüßungsrede zur Verleihung des Kaiser-Otto-Preises im Dom zu Magdeburg

   

7. Mai 2005, 11.00 Uhr, Festakt im Dom
Es gilt das gesprochene Wort!


Verehrter Herr Präsident Dr. Richard von Weizsäcker!
Sehr geehrter Herr Bundesminister Eichel,
sehr geehrter Herr Landtagspräsident Prof. Spotka,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Prof. Böhmer
verehrter Bischof Noack, sehr geehrter Propst Kuschel,
sehr verehrte Gäste,

endlich ist es soweit.

Mit Freude und großer Erwartung sehen wir der ersten Verleihung des Kaiser-Otto-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg entgegen.

Ich begrüße Sie alle sehr herzlich im Dom St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg.

Mit dem Dom ist die Geschichte unserer Stadt auf ganz untrennbare Weise verbunden.

Der Dom war und ist die bedeutendste Kirche Magdeburgs. Er ist Bischofssitz. Der Dom ist die Grablege Kaiser Otto des I. und seiner ersten Frau. Er ist aber auch das Wahrzeichen unserer Stadt und prägt die Identität der Magdeburger zu Ihrer Heimatstadt.

2003 gründete sich auf Beschluss des Stadtrates die kommunale Kaiser-Otto-Stiftung. Ihr war der große Erfolg der Europaratsausstellung "Otto der Große. Magdeburg und Europa." vorausgegangen.

Heute, am 7. Mai,

dem Todestag Otto I.,

verleiht die kommunale Kaiser-Otto-Stiftung erstmals den Kaiser-Otto-Preis.

Die Landeshauptstadt Magdeburg erinnert mit diesem Preis an die Verdienste Otto des Großen und zeichnet Persönlichkeiten aus,

die sich um den europäischen Einigungsprozess besonders im Hinblick auf die mittel,- ost- und südosteuropäischen Staaten verdient gemacht haben.

In diesem Jahr ehren wir mit dem Kaiser-Otto-Preis den Präsidenten, Herrn Dr. Richard von Weizsäcker.

Ich begrüße Sie, sehr geehrter Herr Präsident Dr. von Weizsäcker und Ihre Frau sehr herzlich in Magdeburg.

Es ist für unsere Stadt und für mich eine Ehre, dass Sie diesen Preis entgegennehmen.

Ich erinnere hier im Besonderen an Ihren Beitrag für die Verständigung der Völker Europas, an das Zugehen der Bundesrepublik auf die osteuropäischen Staaten, insbesondere auf unseren polnischen Nachbarn.

Ich erinnere hier und an diesem Tag an den 8. Mai 1985 und Ihre wegweisende Rede zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa.

Bereits damals mahnten Sie als einer der Ersten in Deutschland West und Ost eine neue Erinnerungskultur an, die getragen ist vom gemeinsamen Gedenken der europäischen Nachbarn.

Mit großer visionärer Kraft mahnten Sie die Abschaffung der damals immer noch bestehende innerdeutsche Grenze an und erinnerten an das Unrecht der Teilung unserer Nation als Ergebnis des Krieges und sagten damals

"Wir haben die Zuversicht, dass der 8. Mai nicht das letzte Datum unserer Geschichte bleibt, das für alle Deutschen verbindlich ist."

Diese Zuversicht war, wie wir heute wissen, nicht unbegründet.

Hier vom Dom Sankt Mauritius und Katharina gingen 1989 in Magdeburg die Gebete für den Frieden und die Demonstrationen für Demokratie und die deutsche Einheit aus.

An diesem Ort forderten die Magdeburger gewaltfrei diese Visionen mit ein.

Auch in diesem Kontext ist der Dom ein bewußt gewählter Ort für die heutige Preisverleihung.

Ich begrüße sehr herzlich die Laudatorin für die erste Kaiser-Otto-Preisverleihung, Magnifizenz,

Frau Prof. Schwan, Rektorin der Europauniversität Viadrina Frankfurt/Oder, in der Landeshauptstadt Magdeburg. Ich freue mich sehr, dass Sie diese Aufgabe übernommen haben und heute unser Gast sind. Herzlich willkommen.

Magdeburg wurde unter Kaiser Otto dem Großen zur Kaiserpfalz im ersten deutschen Reich römischer Nation und gedieh zur erzbischöflichen Metropole. Er ebnete den Weg für die Entstehung Deutschlands.

Von Magdeburg gingen wesentliche Impulse zur Einigung der Völker Europas aus. Im Wissen um die wechselvolle europäische und deutsche Geschichte, gibt es jetzt, im 21. Jahrhundert, Grund zur Hoffnung, dass die Europäer in Staaten und Regionen dauerhaft in Frieden leben können.

Ich begrüße die Botschafter und Vertreter der Botschaften und Konsulate zahlreicher Länder, die an diesem Tag aus Berlin nach Magdeburg gekommen sind.

Zu den vielen internationalen Gästen gehört auch der Oberbürgermeister unserer Partnerstadt Nashville, Tennessee, Mister Bill Purcell. Exzellenzen, Damen und Herren, herzlich willkommen Ihnen allen in Magdeburg.

Ich begrüße sehr herzlich die Damen und Herren Abgeordneten der Parlamente des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg.

Die Politik Otto I. und die durch ihn eingeleiteten Veränderungen hatte positive Wirkungen für Magdeburg und für europäische Entwicklungen. Hier begann der mittelalterliche Weg nach Europa, ein Weg der sich im 21. Jahrhundert mit der friedlichen Einigung der Völker des Kontinents nun zu vollenden scheint.

In diesem Sinne verknüpft die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises in Magdeburg heute diese Stadt in der Mitte Europas mit dem Prozess der Einigung der Völker und Regionen.

All das verbinden wir, die Gründer und Stifter, die Förder und Sponsoren des Kaiser-Otto-Preises mit der Preisstiftung. Ich möchte deshalb sehr herzlich die Mitglieder des Kuratoriums und der Stiftung begrüßen und Ihnen allen für die bis zu diesem besonderen Tag geleistete Arbeit danken.

Wir verleihen diesen Preis nicht ganz zufällig erstmals in diesem Jahr. Magdeburg feiert das 12oojährige Stadtjubiläum.

Das ist nicht nur ein großartiges historisches Ereignis, das ist auch verbunden mit einer bewegenden Gegenwart und mit Zielen für Zukünftiges.

Wir haben das große Glück einen Schirmherren für unser Stadtjubiläum gefunden zu haben, der in besonderer Weise mit Magdeburg verbunden ist. Ich begrüße sehr herzlich Herrn Edzard Reuter. Ich danke Ihnen, dass Sie an diesem besonderen Tag in Magdeburgs Jubiläumsjahr unser Gast sind.

Gleichzeitig mit der Preisverleihung eröffnen wir ganz offiziell das Hauptprogramm zum Stadtjubiläum.

Ich freue mich, dass die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises eine so große öffentliche Resonanz gefunden hat. Ich begrüße alle Magdeburgerinnen und Magdeburger besonders herzlich, die aktive Förder und Gestalter unseres Jubiläumsjahres sind. Ich begrüße unsere Gäste aus den Nachbargemeinden, Kolleginnen und Kollegen Bürgermeister und Landräte.

Ich darf noch einen besonderen Gruß und einen Dank loswerden. Er gilt den kirchlichen Würdenträgern der christlichen Kirchen und der Religionsgemeinschaften, die in Magdeburg beheimatet sind und die für einen besonderen Auftrag an den Menschen in christlicher Tradition stehen.

Ich danke ganz besonders der Domgemeinde, die für dieses besondere Fest im Festjahr den Dom geöffnet hat und ihn als Ort der Preisverleihung und der Begegnung zur Verfügung stellt.

Europa wagt zur zweiten Jahrtausendwende erneut einen Weg zur Einigung der Völker. Magdeburg - als Stadt der Mitte Deutschlands -kann und sollte sich im Bewußtsein seiner historischen Traditionen wieder zu einem anerkannten Knotenpunkt zwischen den Völkern Ost- und Westeuropas entwickeln.

Magdeburg ist eine Stadt in Bewegung – wirtschaftlich, kulturell, politisch.

Das Festjahr 2005 bietet die Gelegenheit dies alles kennenzulernen; das neue und das alte Magdeburg.

Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Richard von Weizsäcker,
sehr geehrte Gäste,

ich danke Ihnen allen für die Ehre, die Sie heute unserer Stadt erweisen, wünsche Ihnen einen großartigen Tag in Magdeburg, der bis in die Nacht auf den Domplatz einlädt, mit uns und unserer Stadt zu feiern.

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