Ehrenbürger der Stadt: Angela Yvonne Davis

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Angela Yvonne Davis

Angela Yvonne DavisDavis, Angela Yvonne, Prof. Ph. D.                                                 

geb. 26. Januar 1944 in Birmingham/Alabama,

Bürgerrechtlerin, Philosophin, Soziologin, Autorin, Dozentin

 

Die Tochter eines Lehrerehepaares besuchte ab 1959 eine private High- School in New York. Die Heranwachsende hatte aufgrund ihrer Hautfarbe schon früh die Auswirkungen des Rassismus kennengelernt. Bereits als Jugendliche betätigte sie sich politisch aktiv in der Bürgerrechtsbewegung. Sie schloss die Schule mit Auszeichnung ab und erhielt ein Stipendium für die Brandeis University in Waltham/ Massachusetts, an der sie ab 1961 französische Literatur studierte.

1962/63 vertiefte sie ihr Studium an der Sorbonne in Paris. Nach dem in Waltham mit „magna cum laude“ bestandenen Abschluss studierte D. Philosophie und Soziologie, zunächst bei Herbert Marcuse (1898-1979) an der Brandeis University, auf dessen Vermittlung ab Herbst 1965 in Frankfurt/ Main bei Theodor W. Adorno (1903-1969), Max Horkheimer (1895-1973) und Jürgen Habermas (geb. 1929). Hier schloss sie sich dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und Protestaktionen gegen den Vietnamkrieg an. Im Sommer 1967 kehrte sie in die USA zurück, wo Rassenauseinandersetzungen das tägliche Geschehen beherrschten. Ihr Studium setzte sie an der University of California in San Diego fort, an der Marcuse seit 1965 wirkte. Sie schloss sich dem Student Nonviolent Coordinating Comitee und kurzzeitig der Black Panther Party Los Angeles an.
1968 trat sie dem Che-Lumumba-Club, einer schwarzen Fraktion der Kommunistischen Partei der USA, bei. In jenem Jahr beendete sie erfolgreich ihr Philosophiestudium. Die junge Wissenschaftlerin wurde nun selbst Dozentin. Sie begann als Assistent Professor an der Philosophischen Fakultät der University of California in Los Angelas zu lehren. Als bekannt wurde, dass sie Mitglied der Kommunistischen Partei war, erhielt sie 1969 die Kündigung. Sie erstritt gerichtlich die Wiedereinstellung, doch wurde ihr Vertrag im Jahr darauf nicht verlängert.
1970 musste sie in den Untergrund fliehen, da sie beschuldigt wurde, an der Vorbereitung einer bewaffneten Gefangenenbefreiung beteiligt gewesen zu sein. Das FBI setzte sie auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher Amerikas. Am 13. Oktober 1970 wurde sie verhaftet. Wegen Vorwurfs der „Unterstützung des Terrorismus“ drohte ihr die Todesstrafe. Unter dem Motto „Free Angela Davis“ setzte eine internationale Protestbewegung ein. D. wurde zum Symbol des Widerstandes der Schwarzen weltweit. Am 4. Juni 1972 wurde sie in allen Punkten der Anklage, wie Verschwörung, Kidnapping und Mord, freigesprochen. Nach ihrer Freilassung hielt sie Vorträge, publizierte zu Problemen des Bürgerrechts, der sozialen Gerechtigkeit und zur Reform des Gefängniswesens. Sie unternahm Reisen, um sich für die ihr widerfahrene weltweite Unterstützung zu bedanken. So besuchte sie auch die DDR.
Am 12. September 1972 kam sie nach Magdeburg, wo sie die Ehrenbürgerurkunde der Stadt in Empfang nahm. Bald darauf begann sie in den USA wieder mit der akademischen Lehre und Forschung, wobei ethnische Studien und Frauenforschung Schwerpunkte bildeten. Sie wirkte u. a. an der San Francisco State University. 1991 trat sie aus der Kommunistischen Partei aus. Zusammen mit anderen Linken, u. a. Pete Seeger (geb. 1919), gründete sie im gleichen Jahr die Committees of Correspondence for Democracy and Socialism. Seit den 90er Jahren ist D. Professorin an der University of California in Santa Cruz. 1994 erhielt sie dort die Berufung zum Presidential Chair in African American and Feminist Studies. Noch heute lehrt sie an der Universität von Santa Cruz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen besonders auf den Gebieten Feminismus, afrikanisch-amerikanische Studien, soziales Bewusstsein, vergleichende Studien zu Frauen-Haftanstalten, kritische Theorie der populären Musikkultur. Dazu erschienen zahlreiche Veröffentlichungen von ihr. Bereits Mitte der 70er Jahre schrieb sie ihre Autobiographie. Nach wie vor kämpft sie gegen die Verletzung von Menschenrechten, gegen Rassismus und politische Repression.
Sie tritt u. a. für die Rechte politischer Gefangener und für Veränderungen im Strafrechtssystem ein. Sie ist Sprecherin der Kampagne gegen die Todesstrafe, engagiert sich für Frauenrechte, so für ein nationales Gesundheitsprojekt zugunsten schwarzer Frauen. Seit Herbst 2011 unterstützt sie die Occupy-Bewegung. Sie war und ist eine weltweit gefragte Rednerin und kann eine Reihe von Auszeichnungen vorweisen, u. a. den Thomas-Merton- Award für Frieden und soziale Gerechtigkeit 2006, den Blue-Planet-Award der Stiftung für Ethik & Ökonomie ethecon 2011.

Im Juni 2010 besuchte D. auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstmals seit 38 Jahren wieder Magdeburg. In der Otto-von-Guericke-Universität hielt sie einen Vortrag zum Thema „Rassismus und Herrschaft in Obamas USA“. Im Alten Rathaus begrüßte sie Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (geb. 1955). Die Stadtratsvorsitzende Beate Wübbenhorst (geb. 1954) lud zudem zu einem Empfang mit Vertretern der einzelnen Ratsfraktionen ein.

http://www.feministstudies.ucsc.edu; http://socialjustice.ccnmtl.columbia.edu; http://www.fembio.org/biographie.php./frau/biographie/angela-davis; http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Davis; http://www.magdeburg.de; Volksstimme v. 23.06.2010

Maren Ballerstedt

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