Magdeburg blogt über Telemann - Beitrag vom 16. August 2017
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16. August 2017 – Telemann und die vier Temperamente, Telemann und die Muse und der Fährmann – diese Erinnerungsorte an den berühmten Kosmopoliten haben wir im Juni unserer virtuellen Reise besucht. Inspiriert vom Fährmann lassen wir unsere Gedanken wie das Wasser eines Flusses fließen. Wir gehen am Schleinufer an der Elbe entlang Richtung Süden und denken an Georg Philipp Telemann. Wir denken an seine Musik, sein Werk, sein Leben und fragen uns: Wie war wohl das Leben zu seiner Zeit?

Genau das könnt ihr bei der Langen TelemannNACHT herausfinden, denn diese verspricht jede Menge barockes Lebensgefühl. Wegen der Folgen eines Unwetters abgesagt, kann sie am 1. September 2017 nachgeholt werden.

Wir laufen am Schleinufer entlang und sind beinah auf Höhe des Doms. Kurzerhand lassen wir uns in die Richtung des ersten gotischen Dom auf deutschem Boden treiben und laufen über eine Brücke hinauf zum Fürstenwall. Genau hier werden in wenigen Tagen Gaukler, barocke Spiele und Metallskulpturen in eine andere, in eine telemannsche Welt entführen. Als Teil des Festes zu Ehren eines weiteren großen Sohnes unserer Stadt – Kaiser Otto – eröffnen sich hier zur Langen TelemannNACHT ab 17.00 Uhr neue Perspektiven. Entlang des Hauses der Romanik, des Remtergangs, der Bastion Cleve bis hin zur Schweizer Milchkuranstalt am Fürstenwall wird es musikalisch, spielerisch und auch kulinarisch erlebnisreich.

Lange TelemannNACHT

Lange TelemannNACHT

Magdeburg ist im Telemannfieber! Am 1. September 2017 lädt die Landeshauptstadt im Rahmen des Kaiser-Otto-Festes dazu ein, den Komponisten Georg Philipp Telemann mit allen Sinnen kennenzulernen. Die Lange TelemannNACHT vereint barockes Lebensgefühl, Spiellust und Lebensfreude rund um Telemann und entführt die Gäste von der Bastion Cleve, über den Remtergang und das Haus der Romanik bis hin zum Fürstenwall in eine neue Welt.

Programm Lange TelemannNACHT

Die ehemalige Intendantin des Magdeburger Puppentheaters, Elke Schneider, konnte für die TelemannNACHT 200 Mitwirkende begeistern. Mit dabei sind der Magdeburger Telemann-Chor, das Magdeburger Blechbläserensemble, das Rossini-Quartett, die Ballettschule Semenchukov, Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums, das Ensemble des Telemann-Musicals „Telemann in Pop“ und viele mehr.

Gaukler zeigen ihre Künste, barocke Spiele, Tänze und Musik laden zum Mitmachen ein. Die Gäste können sich unter anderem von Musiktherapie, Papiertheater, Puppentheater, barocken Karussellpferden und Barockkutschen in die Welt Telemanns entführen lassen.

Sogar kulinarisch geht es in die Zeit des Barocks: Die Speisen nehmen Bezug auf die regionale Küche, die Georg Philipp Telemann an den unterschiedlichen Orten, an denen er lebte, kennenlernte, und stellen somit eine weitere Verbindung zum 18. Jahrhundert her. Das gesamte Programm Lange TelemannNACHT [PDF: 2,6 MB] finden Sie hier.

Die Lange TelemannNACHT sollte ursprünglich am 24. Juni 2017 stattfinden, musste aber wegen der Sturmschäden im Klosterbergegarten abgesagt werden. Karten, die für die ursprüngliche TelemannNACHT gekauft wurden, sind am 1. September für die Lange TelemannNACHT und das Kaiser-Otto-Fest gültig.

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Angetrieben von der Vorfreude auf die Lange TelemannNACHT haben wir heute noch eine Station zu dem berühmten Künstler vor uns. Vom Fürstenwall aus laufen wir weiter durch eine der schönsten Straßen Magdeburgs, durch die Hegelstraße. Die mit Fassadenschmuck verzierten Häuser entstanden lange nach Telemann in der Gründerzeit von 1880 bis 1920. Von dort aus gelangen wir über die Steubenallee zu den Gruson-Gewächshäusern. Auch diese Tropenhäuser entstanden während der Gründerzeit.

120 Jahre Gruson-Gewächshäuser - Eingang um 1900
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Apropros Tropen und exotische Pflanzen – die gefielen auch Georg Philipp Telemann. Über seine „Bluhmen-Liebe“ haben wir schon einmal berichtet, denn er hatte nicht nur eine Leidenschaft für Kunst und Musik, sondern ebenso für die Pflanzenwelt. So bekannte er in einem Brief an seinen Frankfurter Freund Johann Friedrich Armand von Uffenbach aus dem Jahre 1742:

Ob diese [die Musik] zwar mein Acker und Pflug ist, und mir zum Hauptergetzen dienet, so habe ich ihr doch seither ein Par Jahren eine Gefehrtinn zugesellet, nemlich die Bluhmen-Liebe, welche beyde wechselsweis mich ihrer Annehmlichkeiten theilhaft machen.“

In seinem eigenen Garten trug er damals in Hamburg zahlreiche botanische Raritäten zusammen und ging seiner „Bluhmen-Liebe“ nach. Er listete seinen „Garten-Vorraht“ sogar auf und erstellte damit ein Pflanzenverzeichnis. Tulpen, chinesische Astern, Aloen, Säulenkakteen, Hyazinthen, Narzissen, Pfingstrosen, Kornblumen und viele mehr zierten dieses Verzeichnis und seinen Garten. Doch damit nicht genug. Telemann begab sich auf die Suche nach weiteren exotischen Pflanzen für seine Sammlung.

Und woher nahm Telemann, der rund um die Uhr zu arbeiten schien, die Zeit für seinen exotischen Garten? Er war nämlich zu der Zeit städtischer Musikdirektor in Hamburg, leitete seinen eigenen Verlag und nebenbei noch die Oper am Gänsemarkt. Seine zweite Frau Maria Catharina, von der er zu diesem Zeitpunkt beinah 15 Jahre lang getrennt lebte, weil sie ihn betrogen hatte, ging zurück nach Frankfurt am Main. Das war für Telemann der Anlass, um seinen Verlag, den er nicht nur wegen künstlerischer Ambitionen, sondern auch aus finanzieller Not heraus gegründet hatte, aufzulösen und Gärtner zu werden.

Doch nicht nur die Zeit, sondern auch seine vielen Kontakte trugen dazu bei, dass Telemanns Garten immer größer und exotischer wurde. Besonders hilfreich waren dabei seine Kontakte aus der Musikwelt. So wendete er sich zum Beispiel an Albrecht von Haller, den Begründer des Botanischen Gartens in Göttingen. Von ihm erhielt er zahlreiche seltene Sämereien. Der Garten des großen Blumenliebhabers wurde über die Jahre so bekannt, dass Christlob Mylius, ein Vetter Lessings, berichtete, dass in Telemanns Garten „viel fremde und schöne Pflanzen“ seien. Noch 1843 wurde er zu den bedeutendsten Hamburger Gärten des vergangenen Jahrhunderts gezählt. 

Über 50 Jahre später wurden auch in Magdeburg Gärten oder vielmehr Häuser gegründet, die bis heute exotische Pflanzen beherbergen – die Gruson-Gewächshäuser. Dort lädt der Innenhof mit einem Telemann-Garten zum Verweilen ein. Viele Pflanzen aus Telemanns ehemaligem Garten wurden in seiner Geburtsstadt Magdeburg gepflanzt und laden hier zum Erkunden ein. Eröffnet wurde der Garten am 3. Juni 2012. In diesem Jahr könnt ihr ihn bis Mitte Oktober besuchen und Telemanns „Bluhmen-Liebe“ entdecken.

Telemanns Garten
Telemanngarten
Gruson-Gewächshäuser
Hermann August Jacques Gruson

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