Magdeburg blogt über Telemann - Beitrag vom 20. März 2017
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20. März 2017. Heute ist es ganz offiziell: Der Frühling beginnt – endlich. Ein angenehm lauwarmer Wind weht durch die Straßen und Gassen Magdeburgs. In der Innenstadt herrscht geschäftiges Treiben. Begonnen haben wir unsere Reise in der vergangenen Woche auf den Wogen des Ständchens zu Telemanns 336. Geburtstag an seiner Gedenkstele in der Goldschmiedebrücke. Nicht weit davon entfernt, etwas weiter östlich, und noch im Blickfeld Telemanns, findet sich ein Bronzemodell einer Kirche – der Heilig-Geist-Kirche.
Bronzemodell der Heilig-Geist-Kirche in der Goldschmiedebrücke
Bronzemodell der Heilig-Geist-Kirche in der Goldschmiedebrücke

Nur drei Tage nach seiner Geburt im Jahr 1681 wurde Georg Philipp Telemann in eben dieser Kirche getauft. Sein Vater, Heinrich Telemann, war dort seit 1676 zweiter Pfarrer. Das einst prächtige historische Gebäude ist, wie so viele andere Kirchen Magdeburgs, während des Zweiten Weltkriegs stark zerstört worden. Die Substanz blieb jedoch erhalten. Und noch 1948 begann man damit, sie wieder aufzubauen. Zwei Jahre später konnte der erste Gottesdienst abgehalten werden. Doch die Kirche passte nicht in das Konzept zum Aufbau einer sozialistischen Großstadt. 1959 wurde sie gesprengt. Heute erinnert nur noch ein Bronzemodell im Maßstab von 1:20 an die Kirche, in der Telemann und vermutlich auch seine Geschwister getauft wurden.

Modell der Taufkirche Georg Philipp Telemanns mit der Gedenkstele im Hintergrund
Modell der Taufkirche Georg Philipp Telemanns mit der Gedenkstele im Hintergrund

Was wir bereits aus dieser und auch aus der ersten Station unserer Reise auf den Spuren Georg Philipp Telemanns lernen, ist: Um die Verbindung zwischen Magdeburg und dem großen Komponisten zu verstehen, brauchen wir an vielen Stellen unsere Vorstellungskraft. Fantasie und Visionen sind sicher auch das, was Telemann belebte und seine Kunst voranbrachte.

Dass diese Kunst auch 250 Jahre nach seinem Tod noch lebendig ist, hat uns am Wochenende das spannende Finale des 9. Internationalen Telemann-Wettbewerbs eindrucksvoll bewiesen. In diesem Jahr war der Wettbewerb erstmals für Gesang ausgeschrieben. Sängerinnen und Sänger aller Nationen, die nach dem 10. März 1982 und vor dem 10. März 1999 geboren sind, waren dazu aufgerufen, Telemann mit ihrer Musik wieder aufleben zu lassen.

Das Leipziger Barockorchester übernahm mit Freude die musikalische Begleitung im Finale und im Abschlusskonzert. Insgesamt mussten die Sängerinnen und Sänger in drei Runden bestehen, bis am Samstag die Preisträger bekanntgegeben werden konnten. In diesem Jahr traten im vielversprechenden Finale das erste Mal nur Frauen gegeneinander an, die die Gäste und auch die Jury mit ihren Stimmen verzauberten und sie mit auf eine musikalische Reise nahmen. „In Magdeburg herrscht eine phantastische Atmosphäre. Die Seelen waren frei, die Ohren aufmerksam, die Laune gut“, beschreibt Jurymitglied Marek Rzepka die Stimmung im Gesellschaftshaus. Über den 1. Preis, den Preis der Mitteldeutschen Barockmusik, konnte sich Geneviève Tschumi freuen. Wer die 28 Jahre alte Mezzosopranistin aus der Schweiz verpasst hat, kann sich auf die nächsten Telemannfesttage im kommenden Jahr freuen, denn dann wird Geneviève Tschumi wieder eindrucksvoll beweisen, wie lebendig die Kunst Telemanns auch heute noch ist.

Geneviève Tschumi, Gewinnerin des 9. Internationalen Telemann-Wettbewerbs
Geneviève Tschumi, Gewinnerin des 9. Internationalen Telemann-Wettbewerbs. Foto:Viktoria Kühne

Neben der Musik hatte Telemann noch eine weitere Passion, von der bisher sicher nur die wahren Kenner des Komponisten wussten. Auch Blumen zogen ihn in ihren Bann. Ihre Kraft entfaltet sich ebenso wie die der Musik auf besondere Weise. Telemann suchte die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Deswegen unser Tipp für euch zum Frühlingsanfang: Ein Vortrag über diese „Blumenliebe“ des Komponisten am 22. März 2017. Berichten wird darüber der Telemannforscher Ralph-Jürgen Reipsch in der Stadtbibliothek. Dazu wird Telemanns Musik erklingen und euch eine andere Seite, nämlich seine Blumenliebe, näherbringen.

Telemanns Blumenliebe
Telemanns "Blumenliebe"

Für heute sind wir mit unserer Reise schon wieder am Ende. Seid gespannt und freut euch auf die nächsten Stationen. Und vielleicht habt ihr ja Lust und Zeit, und geht auf dem Weg zu einer unserer vielfältigen Veranstaltungen an den zwei bisherigen Berührungspunkten vorbei. Lauft dort, wo einst der junge Telemann lief. Lasst euch inspirieren, dort wo einst der junge Telemann inspiriert wurde und erlebt die Kultur Magdeburgs. Auf den Spuren Telemanns zu wandeln, macht ihn auch 250 Jahre nach seinem Tod in Magdeburg noch immer real.

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