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Vortrag: Magdeburg als geteilte Stadt in der Reformationszeit

Am 28. März ist Dr. Michael Scholz, Professor für Archivwissenschaft, im Rahmen der Vortragsreihe „Magdeburg und die Reformation. Ansichten einer Zeitenwende“ im Alten Rathaus zu Gast. Er spricht zum Thema „‘das eyner bawethe und der ander wider nyderbreche...‘ – Rat, Erzbischof und Domkapitel und die Einführung der Reformation in der Altstadt Magdeburg". Sein Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer. Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Gäste der Stadt sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die Ottostadt war in der Reformationszeit über Jahrzehnte eine geteilte Stadt. Während in den Pfarrkirchen der Altstadt schon seit 1524 evangelisch gepredigt wurde und die Ratsherren die Reformation förderten, blieben Dom und Domfreiheit unter der Führung des Domkapitels bis 1567 dem Papsttum verbunden. Auch die Erzbischöfe bekämpften die Reformation. Prof. Dr. Michael Scholz lässt diesen Konflikt innerhalb der Stadtmauern in seinem Vortrag wieder aufleben und beleuchtet die politischen, sozialen und religiösen Hintergründe eines Glaubenskampfes, der schließlich in militärischen Auseinandersetzungen gipfelte.

Prof. Scholz lehrt an der Fachhochschule Potsdam und ist Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt. Er forscht seit vielen Jahren zur Geschichte von Stadt und Erzstift Magdeburg.

Hintergrund
Der Vortrag ist der dritte in einer Reihe von insgesamt zwölf Vorträgen, mit denen das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Kulturhistorische Museum Magdeburg das Reformationsjubiläum begleiten. Damit soll die Bedeutung der Landeshauptstadt als ein besonderer Erinnerungsort der Reformation in den Mittelpunkt rücken. Namhafte Referenten beleuchten die Magdeburger Reformationsgeschichte und ihre überregionale Bedeutung in einem vielfältigen Themenspektrum. Der nächste Vortrag findet am 27. April in der Stadtbibliothek statt. Die Magdeburger Geschichtsprofessorin Dr. Eva Labouvie wird zum Thema „Reformation und Aberglaube“ sprechen.

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