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Südliches Stadtzentrum

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Haus der Romanik

Das Gebäude der ehemaligen ”Vogtei” bzw. ”Alten Möllenvogtei” als Dienstsitz des erzbischöflichen Vogtes (Richter und leitender Verwaltungsbeamter der Stiftsfreiheit) ist ein stattlicher, von den Ursprüngen her spätmittelalterlicher Bau, unter dem zwei hohe gewölbte Kellergeschosse aus der Zeit der Spätgotik und Renaissance erhalten sind.

Nach der Zerstörung des Gebäudes im Dreißigjährigen Krieg wurde es im Jahre 1638 wieder aufgebaut, wobei im 18. und 19. Jahrhundert die Obergeschosse stark überformt wurden.

Das Gebäude stellt innerhalb der im II. Weltkrieg weitgehend zerstörten Altstadt einen der ältesten erhaltenen Profanbauten dar, der nicht nur wegen seiner stadtgeschichtlichen Bedeutung sondern auch wegen seiner exponierten städtebaulichen Position in unmittelbarer Nähe des Magdeburger Domes prägender Bestandteil der baulichen Ensembles am Fürstenwall, im Möllenvogteigarten sowie des Domumfeldes ist.

Sanierungs- und Umnutzungsarbeiten durch das Land Sachsen-Anhalt mit Veränderungen der äußeren Gestalt und wesentlichen Eingriffen in die statische Konstruktion wurden Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts nicht abgeschlossen.

Im Einvernehmen mit dem Land Sachsen-Anhalt als Eigentümer wurde durch die Landeshauptstadt Magdeburg die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Im Rahmen der Studie wurde geprüft, ob die Einrichtung eines ”Romanik-Informations-Zentrums” als zentralem Ausgangs- und Informationspunkt der Nord- und Südroute der Straße der Romanik mit der ergänzenden Nutzung einer Gastronomie zum dauerhaften Erhalt dieses Gebäudes wirtschaftlich umsetzbar ist.

Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die nutzerspezifischen Flächenbedarfe dieser beiden Kernnutzungen bei einer sinnvollen Gestaltung der Grundrisse des Hauses Domplatz 1 b wirtschaftlich geschaffen und unterhalten werden können.

Unter Verwendung von Fördermitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes für wesentliche Stabilisierungs- und Rohbaumaßnahmen sollen die Voraussetzungen für die weiteren nutzungsspezifischen Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen geschaffen werden, um so den Erhalt eines wichtigen Kulturdenkmals auf Dauer zu sichern.

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