»Das unerschrockene Wort« 2016

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„Das unerschrockene Wort": Magdeburger können bis 15. Juli Vorschläge einreichen - Preis der Lutherstädte wird 2017 in Torgau vergeben

Im sächsischen Torgau wird im kommenden Jahr der von den Lutherstädten in Deutschland gestiftete Preis „Das unerschrockene Wort" verliehen. Mit der Auszeichnung wird an den Reformator Martin Luther erinnert, der seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt hat. Für die Auswahl des Preisträgers 2017 können auch die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Magdeburg ab sofort Vorschläge unterbreiten.

Martin Luther

Im sächsischen Torgau wird im kommenden Jahr der von den Lutherstädten in Deutschland gestiftete Preis „Das unerschrockene Wort“ verliehen. Mit der Auszeichnung wird an den Reformator Martin Luther erinnert, der seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt hat. Für die Auswahl des Preisträgers 2017 können auch die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Magdeburg ab sofort Vorschläge unterbreiten.

Stifter des mit 10.000 Euro dotierten Preises sind die 16 Lutherstädte Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Nordhausen, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz.

Vorschlagsberechtigt sind neben den kooptierten Mitgliedern der Jury auch die Stifterstädte. Gemäß Preisstatut möchte die Landeshauptstadt Magdeburg ihren Vorschlag auf eine breite Basis in der Bevölkerung stellen. „Deshalb rufe ich alle Magdeburgerinnen und Magdeburger auf, mögliche Preisträger vorzuschlagen", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Die Vorschläge mit den entsprechenden Begründungen werden bis zum 15. Juli an folgende Adresse erbeten: Landeshauptstadt Magdeburg, Büro des Oberbürgermeisters, Kennwort: „Das unerschrockene Wort", 39090 Magdeburg. Vorschläge können auch per Mail an katrin.fuehring@ob.magdeburg.de geschickt werden.

Aus den eingegangenen Vorschlägen nominiert der Verwaltungsausschuss des Stadtrates den Kandidaten der Landeshauptstadt Magdeburg. Alle Vorschläge werden absolut vertraulich behandelt. Auch die vom Verwaltungsausschuss nominierte Persönlichkeit wird nicht veröffentlicht.

Hintergrundinformationen zum Preis „Das unerschrockene Wort"
Die Grundsätze zur Verleihung des Preises regelt ein Preisstatut. Darin heißt es:

„Der Preis soll verliehen werden an Frauen und Männer, die in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen größeren Zeitraum hinweg, in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben. Dabei soll es weniger um eine Zustandsbeschreibung gehen als um wegweisende, zukunftsgerichtete Überlegungen. Bei der Vergabe des Preises sollen parteipolitische und konfessionelle Gesichtspunkte keine Rolle spielen. Auch allgemeine Unzufriedenheit, querulatorische oder eigennützige Motive oder Demagogie erfüllen nicht das Kriterium des ‚unerschrockenen Wortes’. Die Preisträger können aus der Bundesrepublik Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen.“
Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes in einer der Stifterstädte verliehen. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, der neben den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der Stifterstädte auch sechs Vertreter des öffentlichen Lebens angehören. Vorschläge für die Preisvergabe können auch die Bürgerinnen und Bürger der stiftenden Lutherstädte unterbreiten.

 

Bisherige Preisträger waren:

 

  • der Philosoph und Theologe Prof. Dr. Richard Schröder
  • der Theologe Prof. Dr. Hans Küng
  • die Polizeipräsidentin von Eberswalde Ute Leichsenring
  • die Theologin Gertraud Knoll aus Österreich
  • der Liedermacher Stephan Krawczyk
  • die türkischstämmige Muslimin Emel Abidin-Algan
  • die Politologin und Journalistin Andrea Röpke.
  • der russische Journalist Dmitrij Muratow und die gesamte Redaktion seiner Tageszeitung „Nowaja Gaseta"
  • die Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis"
  • der syrische Rechtsanwalt Mazen Darwish und das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit
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