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Erneute vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Seit heute lässt der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg die alljährliche präventive, biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an rund 1000 Eichen in der Landeshauptstadt Magdeburg von einer Spezialfirma durchführen.

Betroffen sind Eichen im gesamten Stadtgebiet. Neben einzelnen Friedhöfen wie dem West-, Ost-, Südfriedhof sowie dem Buckauer und Brückfelder Friedhof konzentrieren sich die Maßnahmen auf die nordöstlichen Stadtteile mit den Schwerpunkten Herrenkrugpark, Werder, Rothensee, Alte Neustadt, Pechau und Randau-Calenberge. Außerdem befinden sich einige betroffene Eichen im Stadtfeld-Ost.

Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg hat es sich seit dem Aufkommen der Problematik zum Ziel gemacht, das Vorkommen des Schädlings und somit die davon ausgehende Gefahr im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitestgehend einzudämmen. „Ein vollständiger Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner ist zwar auch mit einer weiträumigen präventiven und manuellen Bekämpfung nicht gewährleistet, jedoch kann die von den Raupen ausgehende Gefahr durch die Maßnahmen minimiert werden“, so Simone Andruscheck, Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg.

Ende Mai 2012 ist erstmals eine vorbeugende biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durchgeführt worden. Im Rahmen der Präventivmaßnahme wurden die betroffenen Eichen im Stadtgebiet mit einem Bakterienextrakt besprüht, welches von den Larven durch die Nahrung aufgenommen wurde und somit die Entwicklung des Schädlings gehemmt hat. Die präventive Methode zielte auf das erste und zweite Entwicklungsstadium der Eichenprozessionsspinner ab.

Die Erfolgsquote der eingesetzten Methode liegt in der Regel bei rund 70 Prozent. So ist beispielsweise im Nordpark, im Strubepark, in der Liebknechtstraße sowie im Schneidersgarten im vergangenen Jahr ein Rückgang des Befalls zu verzeichnen gewesen. Dennoch sind in den letzten Jahren nach der präventiven biologischen Bekämpfung in den Grün- und Parkanlagen der Stadt bei Nachkontrollen immer wieder Nester des Schädlings an Stieleichen entdeckt worden. Diese wurden dann im Sommer manuell abgesaugt. Das manuelle Absaugverfahren kam in der Landeshauptstadt Magdeburg erstmals im Sommer 2011 zum Einsatz.

Trotz der aktiven Bekämpfung gilt es grundsätzlich, die betroffenen Areale in den Park- und Grünanlagen zu meiden. Diese sind in der Ottostadt durch Absperrungen gekennzeichnet. Außerdem sollten die Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berührt werden.

 

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