Stadtschreiber Werner Fritsch

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Antrittslesung des diesjährigen Magdeburger Stadtschreibers Werner Fritsch - Neue Mittwochsgesellschaft im Forum Gestaltung am 9. März um 19.30 Uhr

Der Schriftsteller Werner Fritsch nimmt am 1. März seine Arbeit als neuer Magdeburger Stadtschreiber auf. Er stellt sich am 9. März um 19.30 Uhr im Rahmen der Reihe Salon im Forum: Neue Mittwochsgesellschaft in der Brandenburger Straße 10 der interessierten Öffentlichkeit vor.
Stadtschreiber Werner Fritsch

Eine Lesung aus dem Roman „Cherubim“ und die Vorführung seines Films „Das sind die Gewitter in der Natur“ bilden den Auftakt. Eine kurze Vorstellung im Gespräch mit ersten Eindrücken und Erlebnissen Werner Fritschs in Magdeburg und seine Vorhaben während seiner Zeit als Stadtschreiber sind geplant.
 
Der neue Magdeburger Stadtschreiber Werner Fritsch wurde 1960 in Waldsassen/ Oberpfalz geboren. Als Schriftsteller und Hörspiel-Autor lebt er in Hendelmühle und Berlin. 1987 erschien sein vielbeachteter Roman „Cherubim“ und seitdem zahlreiche Prosaarbeiten, Theaterstücke, Hörspiele und Filme. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem Robert-Walser-Preis, dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Else-Lasker-Schüler-Preis ausgezeichnet. Sein Hörspiel „Enigma Emmy Göring“ erhielt die Auszeichnung Hörspiel des Jahres 2006, den ARD-Hörspielpreis 2007 und den deutschen Hörbuchpreis 2009. Für „Dieser Augenblick“ erhielt er 2009 den Kurzhörspielpreis des RBB. 2010 war er Gast der Casa Baldi/ Villa Massimo. 2011 wurde sein Film „Faust Sonnengesang“ zum ersten Mal ausgestrahlt. Außerdem erhielt er das Peter-Suhrkamp-Stipendium, 2012 die Sinecure Landsdorf und 2013 das Carl-Djerassi-Stipendium (Kalifornien). Für sein Hörstück „Faust Sonnengesang I“ wurde er mit dem Grand Prix Marulic (Zagreb) und den Grand Prix Nova in Gold (Bukarest) geehrt. Werner Fritsch ist Mitglied des PEN-Clubs und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
 
Werner Fritsch hat sich mit einem Auszug aus seinem Text „Das fließende Licht der Gottheit“, Teil des entstehenden 24-Stunden-Filmprojekts „Faust Sonnengesang“, um das Stadtschreiberstipendium der Stadt Magdeburg beworben. Mechthild von Magdeburg als wichtige Bezugsfigur für diesen Text taucht auch an zahlreichen anderen Stellen dieses Großprojekts als Inspirationsgeberin auf. In der Form eines Filmgedichts ist es der Versuch, noch einmal, wider die herrschende Vernunft, so etwas wie eine humane Vision zu behaupten. Diese Vision geht von der deutschen Kultur aus, offenen Auges die Welt zu sehen. Das Filmgedicht hat das Ziel, den Faust-Stoff, unseren deutschen Mythos schlechthin, im Zeichen der Aufklärung, deren Symbol die Sonne ist, zu öffnen. Bildlich gesprochen und wörtlich genommen gleicht dieses Filmgedicht einer Faust, die sich öffnet: Jeder Finger entspricht einem Kontinent, jeder Finger nimmt Kontakt zu einem Kontinent auf. Die ersten drei Stunden des Filmgedichts wurden bereits realisiert und sind 2012 in der Filmedition Suhrkamp/ absolutMEDIEN als DVD erschienen.
 
In Magdeburg möchte Werner Fritsch am Verfassen der literarischen Grundlage für den dritten Teil des Films arbeiten. Die zwei Hauptbewegungen des Films, das Finden ältester Zeichen sowie das Aufspüren von Zeichen der Gegenwart, die in Synthese miteinander gebracht werden, finden auch in der Stadt Magdeburg eine reiche Quelle vor, so der Autor.
 
„Faust Sonnengesang“ ist die Vision, im Auge des TV- und Kino-Taifuns ein neues Sehen zu etablieren. Werner Fritsch: „All den katastrophischen Nachrichten und rasenden Bildgewittern quotenheischender Gewaltorgien im Fernsehen und Kino der Gegenwart setzt „Faust Sonnengesang“ Bilder entgegen, die das Jetzt zulassen und die Stille herzustellen vermögen. Bilder, die statt uns abzulenken, zu uns sprechen: die beim Zuschauer Erinnerungen hervorrufen, eigene Empfindungen zulassen, Träume ins Gedächtnis rufen, Hoffnungen aufkommen lassen. Jeder geglückte Augenblick stiftet Erinnerung an andere glückliche Augenblicke, die sich zu einem zeitaufhebenden Jetzt zusammenschließen. Das Filmgedicht ist also der Versuch, ein Archiv all des Wissens zu erstellen, das aus der Vergangenheit kommt und eine von Hoffnung geprägte Zukunft erzeugt. Es wirft ein Licht auf lebensstiftendes Wissen der Vergangenheit und übersetzt es ins Jetzt. Wie Goethes Faust versteht sich auch dieses Faust-Vorhaben als ein Archiv und will durch die Alchemie von Bild, Wort und Sound ein beide Hirnhälften umfassendes neues Denken ermöglichen.“
 
Zur Antrittslesung des diesjährigen Stadtschreibers am 9.März sind alle Interessenten herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei!

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