Ausländerbehörde - Willkommensbehörde

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Magdeburger Ausländerbehörde zieht Bilanz im Projekt „Ausländerbehörde – Willkommensbehörde“

Im vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) initiierten Modellprojekt „Ausländerbehörde – Willkommensbehörde“ wurde am 14. Oktober für die Landeshauptstadt Magdeburg Bilanz gezogen. Dazu kam Prof. Dr. Ulf Gundlach, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport, in die Ausländerbehörde im Breiten Weg, um sich mit Holger Platz, dem Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörde über die zweijährige Projektphase auszutauschen. Das Projekt war im Oktober 2013 in zehn Kommunen bundesweit gestartet worden. Neben der Landeshauptstadt Magdeburg waren auch Städte wie Kiel, Chemnitz, Mainz und Essen engagiert.
Kommunalbeigeordneter Holger Platz (r.) zieht Bilanz im Projekt »Ausländerbehörde - Willkommensbehörde« [Foto: Landeshauptstadt Magdeburg]
Ziel der „Willkommensbehörde“ ist es, durch vielfältige Maßnahmen in und um die Ausländerbehörde Service- und Kundenorientierung zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Baustein, um die Willkommenskultur für alle neu zugewanderten Ausländerinnen und Ausländer in der Stadt zu verbessern. Das Projekt endet dieses Jahr, sodass nun Bilanz gezogen wurde. Dazu besuchte Prof. Dr. Ulf Gundlach, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport, die Ausländerbehörde und konnte einige Veränderungen sehen: Im Laufe der vergangenen beiden Jahren sind 16 neue Mitarbeitende zu den 21 bisherigen hinzugekommen. Zudem hat die Ausländerbehörde in dieser Woche neue, zusätzliche Räumlichkeiten bezogen.

Holger Platz, Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, sagt zu den Projektergebnissen: „Wir haben in einer sehr herausfordernden Phase am Modellprojekt teilgenommen. Trotz aller Herausforderungen hat unsere Ausländerbehörde durch die Teilnahme am Projekt wichtige Impulse bekommen und diese sowohl personell, als auch strukturell in die Umsetzung gebracht. Es ist uns gelungen, unsere bereits vorhandenen Ansätze der Willkommenskultur signifikant weiter auszubauen. Hiervon profitieren bereits heute unsere Kunden und auch unsere Mitarbeitenden. Deswegen möchten wir diesen Weg auch nach Projektende weitergehen und eine Vorbildbehörde in Sachsen-Anhalt sein.“

In dem Prozess wurde die Ausländerbehörde von imap, einer systemischen Beratungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, begleitet. Dazu Geschäftsführer Bülent Arslan: „Besonders das Engagement der Mitarbeitenden und der Führungskräfte der Ausländerbehörde Magdeburg war und ist bemerkenswert.“ Leitend für das Projekt war die mit den Mitarbeitenden am Anfang des Projektes formulierte Vision: „Die Willkommensbehörde ist eine Integrationsbehörde, bei der individuelle Betreuung und Beratung in einem angemessenen Gebäude mit freundlichen und hellen Arbeitsplätzen möglich ist und die gut vernetzt ist mit anderen Akteuren.“

Das bereits Erreichte und die weiteren Zielsetzungen im Überblick:

Selbstverständnis und Team

  • Das Team hat Willkommenskultur als Teil des Selbstverständnisses reflektiert und die ordnungsbehördliche Ausrichtung hiermit ergänzt
  • Teamentwicklungsprozesse haben – gerade in herausfordernden Zeiten – zu einem neuen Selbstbewusstsein und zu einem positiveren Umgang miteinander und somit zu einer neuen und besseren Kultur der Zusammenarbeit geführt

Mitarbeiterkompetenzen

  • Interkulturelle Kompetenzen im Team wurden weiter ausgebaut
  • Kompetenzen in der englischen Sprache wurden erweitert

Räumlichkeiten

  • In einem ersten Schritt Hinzunahme weiterer Räume im Gebäude, wodurch sich eine bessere Beratungs- und Bedienungssituationen für Kunden und Mitarbeiter ergibt.
  • Glasscheibe am Schalter wurde signifikant heruntergekürzt

Arbeitsprozesse

  • Richtlinie zur Herstellung von Transparenz bei aufenthaltsbeendenden Maßnahmen entwickelt und veröffentlicht, verbindlich für alle Mitarbeitenden
  • Beratungsauftrag als begleitende und ergänzende Dienstleistung für unterschiedlichste aufenthaltsrechtliche Fragestellungen ins Portfolio der Ausländerbehörde aufgenommen

Vernetzung

  • Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, Jobcenter und Arbeitsbeschaffungsprojekte in beidseitigem Interesse verbessert und ausgebaut
  • Zusammenarbeit mit Flüchtlingsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden in beidseitigem Interesse verbessert und ausgebaut
  • Kooperation mit Wissenschaftsinstituten, Hochschule etc. intensiviert


Das Projekt ist beendet, jedoch werden die Ziele weiterverfolgt. Auch aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen wird sich die Ausländerbehörde mit folgenden Punkten weiter beschäftigen:

  • Erarbeitung eines zukunftsfähigen Unterbringungskonzeptes
  • Innerstädtische Vernetzung zur Intensivierung der Integrationsbemühungen
  • Einbindung der Vielzahl neuer Mitarbeiter in die laufende Teamentwicklung
  • Weiterentwicklung zu einer Vorbildbehörde in Sachsen-Anhalt


Hintergrundinformationen Projekt: Ausländerbehörde – Willkommensbehörde
Im Jahr 2013 startete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das Projekt „Ausländerbehörde – Willkommensbehörde“. Mit dem Modellprojekt sollen Ausländerbehörden auf dem Weg zu „Willkommensbehörden“ begleitet und unterstützt werden. Die Stadt Magdeburg wurde als einer von zehn ausgewählten Modellstandorten benannt. Neben Magdeburg beteiligen sich auch die Ausländerbehörden in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), Kreis Deggendorf (Bayern), Essen (Nordrhein-Westfalen), Kiel (Schleswig-Holstein), Chemnitz (Sachsen), Mainz (Rheinland-Pfalz), Potsdam (Brandenburg), Weimar (Thüringen) sowie der Wetteraukreis (Hessen) an dem Projekt.

Ziel des Projektes ist es, Verwaltungsabläufe in den Ausländerbehörden der Kommunen für Ausländer ganz einfach kundenfreundlicher zu gestalten. Hierbei wurde der Fokus insbesondere auf folgende drei Bereiche gerichtet:

  • Verwaltungsinterne Prozesse und Arbeitsabläufe werden im Sinne von Service- und Kundenorientierung überprüft und weiterentwickelt
  • Die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeitenden sollen gestärkt werden
  • Die für das Thema „Willkommenskultur“ vor Ort wesentlichen Akteure sollen sich weiter vernetzen und zusammenarbeiten bzw. weitere Akteure in den Prozess einbeziehen
- Partner -
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