Erhaltungssatzungsgebiet ”Domplatz / Südl. Stadtzentrum” Möllenvogtei Seite 1

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Südliches Stadtzentrum

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Möllenvogtei / Schlossgarten

Hinter der alten Möllenvogtei liegt die älteste, auch heute noch existente, Gartenanlage der Landeshauptstadt Magdeburg, der erstmals 1370 urkundlich erwähnte Garten des Erzbischofes.

Wann auf diesem Gelände ein Garten für den Erzbischof angelegt wurde, oder ob er sich hier vielleicht schon seit dem frühen Mittelalter befand, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die Vorstellung, an dieser Stelle könnte bereits seit ottonischer Zeit ein Garten gelegen haben, muss zwar rein spekulativ bleiben, ist jedoch nicht undenkbar.

Impressionen MöllenvogteigartenImpressionen Möllenvogteigarten

Eine allgemeine Nutzung des Elbufergeländes als Garten lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. So schenkte 1187 Erzbischof Wichmann dem Kloster für Gemüseanbau ein Grundstück in der Nähe der heutigen Fürstenwallstraße.

Schon in den ältesten von der Elbseite gesehenen Stadtansichten Magdeburgs erscheint auch der erzbischöfliche Garten, meistens hervorgehoben durch einen dichten Baumbestand.

Im 15. Jahrhundert wandelte man den Garten in einen Wildpark um. Später erhielt der Garten eine Obstbepflanzung. Seit 1556 nutzte der Möllenvogt den Garten und legte hier einen Weinberg an. Nach einem Inventarverzeichnis von 1694 bestanden im Garten noch 1029 Weinstöcke, einige Maulbeer- und Nussbäume und eine Baumschule.

Der Garten der Möllenvogtei bleibt in den meisten Schriftquellen unerwähnt. Einen zur Möllenvogtei gehörenden Garten kann es frühestens sei Einrichtung des erzbischöflichen Vogtes im Möllenhof gegeben haben, also frühestens seit der Mitte des 14. Jahrhunderts.
In Otto von Guerickes Stadtplan aus dem Jahr 1632 findet sich sowohl eine Eintragung mit der Bezeichnung ”Bischobs Garten”, als auch eine weitere mit der Bezeichnung ”Garten zur Möllenvoigtey”. Letzterer liegt im südlichen Bereich hinter dem Domsyndikatshaus, im Winkel vor dem Befestigungswerk ”Gebhardt”, spätere Bastion Cleve, und auf dem Grund und Boden des heutigen Gebäudes Fürstenwall 3 b. Der Bischofsgarten liegt nördlicher vor dem heutigen Wasser- und Schifffahrtsamt. Ein Trennlinie zwischen beiden Gärten gibt es hier nicht, wenngleich man davon ausgehen muss, das es zwischen dem erzbischöflichen Garten und dem Möllenhof eine Mauer gegeben hat.

Impressionen MöllenvogteiImpressionen Möllenvogtei

Als Garten des Oberpräsidialamtes blieb die parkähnliche gärtnerische Nutzung des Gesamtareals bis zum II. Weltkrieg erhalten.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfiel der gesamte Bereich zusehends. Durch Aufschüttungen und diverse Einbauten wurde der Charakter des Geländes vollständig verändert. Zunehmend geriet die Gartenanlage trotz ihrer einzigartiger Zwingerlage in Vergessenheit.

Im Rahmen Zielstellungen des Förderprogrammes Städtebaulicher Denkmalschutz ab Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhundert richtete sich das Augenmerk wieder stärker auf den Ursprungsorte der Magdeburger Stadtentwicklung. Nach verschiedenen Untersuchungen und Planungen erfolgte ab dem Jahr 1998 die Sanierung der Gartenanlage und der sie umgebenden Zwingermauern. Seit Herbst 2002 kann dieser Bereich wieder von den Magdeburgern und ihren Gästen entdeckt werden.

Wesentliche Ziele der Sanierung waren:

  • Beseitigung störender Auffüllungen, Einbauten und Vegetationsbestände
  • Sanierung der Mauern
  • Differenzierte gärtnerische Gestaltung:
    • Möllenvogteigarten mit Einbeziehung historischer Befunde und Fragmente
    • Schlossgarten auf Grundlage historischer Gartenkonzeptionen
  • Herstellung der Begehbarkeit und Nutzbarkeit der Gartenanlage im historischen Stadtraum

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