Gedenktafel für Klara Klemm

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Gedenktafel für Klara Klemm im Katharinenturm enthüllt

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 9. Juli gemeinsam mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg und der Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“ eine Gedenktafel für Klara Klemm im Katharinenturm eingeweiht. Die Magdeburger Jüdin wurde im Dezember 1943 von den Nationalsozialisten ermordet. Zu der Gedenkzeremonie kamen zahlreiche Angehörige und Freunde aus Israel, Australien und ganz Deutschland. Sie trugen sich im Beisein des Oberbürgermeisters in das Gästebuch der Landeshauptstadt ein.

Gedenktafel für Klara Klemm
Gedenktafel für Klara Klemm

„Die Gedenktafel für Klara Klemm macht uns aufmerksam auf das, was auch in unserer Stadt möglich war an menschenverachtender Politik, an menschenfeindlichem Umgang und an unvorstellbarem Leid so vieler“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Ich danke der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, dass sie die Finanzierung der Gedenktafel unterstützt und im Foyer des Katharinenturms einen geeigneten Platz für die Tafel gefunden hat. Allen Angehörigen und Freunden der Familie Klemm danke ich für ihr Kommen und wünsche ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Magdeburg.“

Klara Klemm wurde am 11. Dezember 1905 in Greiz geboren. Sie wohnte mit ihrer Familie im Breiten Weg 82, nahe der Katharinenkirche. Klara war die jüngste von vier Geschwistern. Ihre Eltern Toni (geborene Bochner) und Isidor Heit waren Juden. Der Großvater war ein reisender Geschäftsmann und seine Frau ging mit ihm zusammen auf Reisen. So wurden alle Geschwister an verschiedenen Orten geboren. Helmut Klemm (Klaras Ehemann) war ein uneheliches Kind. Er wurde im September 1905 in Chemnitz geboren. Auch sein Vater war Jude, aber die Mutter eine „Arierin“. In deren Familie wuchs Helmut auf. Klara und Hellmut heirateten im Jahre 1930 in Chemnitz. Laut Nürnberger Gesetze lebten sie in einer „Mischehe“ und zogen nach der Hochzeit nach Magdeburg.

Klaras Eltern unterstützen in Magdeburg den Aufbau eines Geschäftes. Das Geschäft von Ehepaar Klemm handelt mit Strumpfwaren und befand sich Jakobstraße 8 (Inhaberin Klara Klemm) und nach der Geburt des ersten Kindes, Manfred, Jakobstraße 16 (Inhaber Helmut Klemm). Wahrscheinlich 1937 wurden die Eltern gezwungen, das Geschäft aufzugeben. Sie wohnten Breiter Weg 82. Ebenfalls 1937 wurde der zweite Sohn, Wolfgang, geboren. Im Jahr 1943 wurde Klara Klemm schriftlich zur Polizei vorgeladen. Niemand in der Familie konnte sich den Grund für die Vorladung erklären. Deshalb dachten alle, dass sie Klara bald wiedersehen würden. Von dem Termin auf der Polizeiwache kam sie allerdings nie wieder zurück. Ende des Jahres 1943 bekam der Ehemann Helmut eine schriftliche Mitteilung von der Kommandantur des Konzentrationslagers Auschwitz, dass seine Ehefrau Klara Sara Klemm an Nierenentzündung gestorben sei und im örtlichen Krematorium eingeäschert wurde.

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