2. Abschnitt des Gewässerausbaus in Prester beendet

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Baumaßnahme zur Hochwasser-Nachsorge in Ostelbien: 2. Abschnitt des Gewässerausbaus in Prester beendet

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 23. Januar gemeinsam mit dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Hermann Onko Aeikens, dem Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz, und dem Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbands „Ehle/Ihle“ als Auftraggeber, Kay Gericke, den zweiten Bauabschnitt für den Ausbau des Furtlakengrabensystems übergeben. Insgesamt wurden rund 2 Mio. Euro in die Baumaßnahme investiert.

Übergabe 2. Bauabschnitt Furtlakengrabensystem [Foto: Landeshauptstadt Magdeburg]
Übergabe 2. Bauabschnitt Furtlakengrabensystem [Foto: Landeshauptstadt Magdeburg]

„Mit der Umsetzung der Baumaßnahme wird die Oberflächenentwässerung für Prester, Puppendorf und Neugrüneberg deutlich verbessert.“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Damit konnte ein wichtiger Abschnitt beim Gewässerausbau in Ostelbien beendet werden.“

Der Gewässerausbau erfolgt durch den zuständigen Unterhaltungsverband Ehle/Ihle. Nach Abschluss der Baumaßnahme kann sowohl die Vernässung privaten und öffentlichen Eigentums als auch bei landwirtschaftlich, gewerblich und industriell genutzten Flächen minimiert werden. So wird das normale Grundwasserniveau schneller wieder erreicht. Die hydraulische Gesamtsituation des Polders wird durch diese Maßnahme entspannt.

Neben dem Graben H wurde auch der Entlastungsgraben vom Graben A zu Hermeckes Kiesloch sowie die Rohrleitung Puppendorfer Weg ausgebaut bzw. hergestellt. Darüber hinaus wurde im Zuge der Arbeiten als vorgezogene artenschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme auch ein Ausweichquartier für Fische und Amphibien geschaffen.

Bereits im Sommer 2014 konnte der erste Abschnitt, Ausbau der Prester Grben, fertig gestellt werden. Dazu gehörte der Ausbau der Gräben E und F sowie die Herstellung des Prester-Verbindungsgrabens auf einer Gesamtlänge von rund 3.100 Metern. Den Schwerpunkt dieser beiden Abschnitte stellte hier der Bau einer Rohrleitung vom Puppendorfer Weg bis zur Furtlake (Durchlass An der Lake) dar.

Auf einer Länge von rund 800 Metern soll nun vor allem das anfallende Drängwasser, von unten drückendes Grundwasser, sowie das nach Starkniederschlägen anfallende Wasser aus den Bereichen Prester und der Ackerflächen, um die bebauten Gebiete Puppendorf, Neugrüneberg und dem Gebiet nördlich der B1 an der Steinwiese herumgeführt und auf dem schnellsten Weg in die Furtlake abgeleitet werden. Das führt zu einer Entlastung der Altläufe und der bebauten Gebiete am Furtlakengrabensystem.

Allerdings kann erst mit der Fertigstellung des dritten Bauabschnitts, dem Ausbau des Steingrabens durch den Biederitzer Busch, der Errichtung eines Schöpfwerks und dem Neubau des Steingrabensiels das Wasser endgültig aus dem Polder in die Umflut abgeführt werden. Der Baustart dafür soll Ende Januar 2015 erfolgen.

Die Gesamtkosten der ersten beiden Maßnahmen belaufen sich auf ca. 3,5 Mio. Euro. Für beide Maßnahmen liegen dem Unterhaltungsverband Fördermittel-bescheide von der Landesanstalt für Altlastenfreistellung vor, da diese Bestandteil des Förderprogramms "Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung von sowie Vorbeugung gegen Vernässung oder Erosion" sind. Für beide Abschnitte wurde die Höchstfördersumme von je 1 Mio. Euro beantragt, so dass das Land den Ausbau dieser beiden Abschnitte mit ca. 2 Mio. Euro Fördermittel unterstützt.

Hintergrund zur Hochwasser-Nachsorge
Während die Hochwasservorsorge – die Ertüchtigung der Deiche und Schutzanlagen – in die Zuständigkeit des Landes fällt, ist die Landeshauptstadt Magdeburg für die Hochwasser-Nachsorge zuständig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Entwässerung der ostelbischen Stadtgebiete, wo durch hohe Grundwasserstände und Poldersituationen bei Hochwasser anhaltende Vernässungen auftreten, die privates und öffentliches Eigentum gefährden.

Eigens hierfür wurde ein Konzept entwickelt und die ersten Maßnahmen bereits umgesetzt, wie zum Beispiel der Ausbau des Grabensystems in Pechau (2006) und der Neubau des Zipkeleber Siels (2007) durch den UHV und den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Der Ausbau des Furtlakengrabensystems wird ein weiterer wichtiger Baustein sein. Insgesamt werden 12 Millionen Euro in die Hochwasser-Nachsorge investiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Hochwasser-Nachsorge ist die Verbesserung der Erreichbarkeit der Deiche, damit in Gefahrensituationen Menschen und Material schnell an den Deich gebracht werden können. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt neun Deichwege ausgebaut oder neu angelegt. Die Deichverteidigung ist somit deutlich einfacher geworden.

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