Gekommen, um zu bleiben: Ausländische Fachkräfte in Magdeburg

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Gekommen, um zu bleiben.
Ausländische Fachkräfte stärken Magdeburger Unternehmen

Zahlreiche Regionen Mitteleuropas leiden in Folge des demografischen Wandels zunehmend unter einem Mangel an Fachkräften. Wie jüngst in einer Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen, blickt man selbst bei der größten Schnellrestaurantkette der Welt besorgt auf die gegenwärtige Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. Und auch die Unternehmen in  der Landeshauptstadt Magdeburg müssen sich dem Thema stellen.

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Insbesondere für kleine und mittlere Betriebe ergeben sich künftig neue personalpolitische Herausforderungen. Einige haben diese erkannt und handeln entsprechend. Und so führt die Fachkräftesuche die Unternehmen nicht selten ins Ausland. Denn für sie ist die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte schon jetzt ein wichtiger Baustein erfolgreicher und nachhaltiger Personalarbeit.

Doch längst nicht alle Magdeburger Unternehmen haben die personellen Ressourcen, um sich selbst auf die Suche nach ausländischen Fachkräften zu begeben. Diese Unternehmen zu unterstützen, hat sich die Stadt Magdeburg zur Aufgabe gemacht und im vergangenen Jahr das Pilot-Projekt Relocation Service gestartet.

Full-Service für die Unternehmen

Das Servicebüro, geleitet von Dmitrijs Filimonovs, ist die richtige Anlaufstelle für Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Magdeburg, die einen Fachkräftebedarf haben oder diesen absehbar erkennen. Betriebe finden hier nicht nur Hilfe bei ihrer Suche nach ausländischen Fachkräften. Die von den Magdeburger Unternehmen gesuchten Fachkräfte werden vom Relocation Service dauerhaft begleitet. Sie erhalten unter anderem Unterstützung zu Fragen wie Wohnungssuche, Behördengänge, Berufsabschlussanerkennung, Sprachunterricht, Kindergarten, Schule, Kirche, Vereine und Kultur.
Aber auch für die Unternehmen gibt es Angebote. Für sie besteht die Möglichkeit, an einem interkulturellen Training teilzunehmen. Ziel des Ganzen ist es, kulturelle Barrieren bei sich selbst zu erkennen und abzubauen. So ist der Weg frei, um den Integrationsprozess zu beschleunigen. Und so kann es gelingen, neue Impulse und interkulturelle Arbeitsweisen im Unternehmen zu implementieren. Es ergibt sich eine Win-Win-Situation, von der die ausländischen Fachkräfte und die Betriebe gleichermaßen profitieren.

Erfolge zeigen: Tue Gutes und rede darüber

Um die vielfältigen Aufgaben und bisherigen Erfolge dieses Relocation Service Projektes sichtbar zu machen, es weiter zu etablieren und die Bedeutung der Rolle ausländischer Fachkräfte für die hiesige Wirtschaft zu verdeutlichen, fand im Rahmen der Strategien zur Fachkräftesicherung im Land Sachsen-Anhalt am 2. April die erste Veranstaltung zum Thema „Ausländische Fachkräfte in der betrieblichen Praxis“ im Magdeburg Rathaus statt.

Mit einer gelungenen Mischung aus informativen Vorträgen und Best-Practice-Beispielen wurden den anwesenden Unternehmern, Fachkräften und Vertretern aus Verwaltung und Politik die Bedeutung des Themas und der durchaus auch bestehende Nachholbedarf veranschaulicht.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten von Wolfgang Beck, Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen Anhalt und Rainer Nitsche, Wirtschaftsbeigeordneter der Landeshauptstadt.

Sachsen-Anhalt muss attraktiver werden

Erste Referentin des Tages war Nataliya Detka. Sie ist Projektleiterin der Initiative »Willkommen um zu bleiben“. Ihrer Ansicht nach sind die Wirtschaftsstrukturen in Sachsen-Anhalt, insbesondere bei ausländischen Studenten, leider noch immer zu wenig bekannt. „Häufig führt das dazu, dass die Studenten Sachsen-Anhalt nach ihrer Ausbildung an den hiesigen Universitäten und Hochschulen wieder verlassen. Und das trotz der hervorragenden Bedingungen während des Studiums“, sagte sie während ihrer Ausführungen und betonte, dass Sachsen-Anhalt hier einen erheblichen Nachholbedarf hat.

Aber es gibt auch jene Studenten, die sich frühzeitig über Jobangebote in Sachsen-Anhalt informieren. So will Yvan Kamaguia aus Kamerun nach seinem Maschinenbau-Studium an der Otto-von-Guericke Universität auf jeden Fall hierbleiben. Denn für ihn ist Magdeburg zu seiner zweiten Heimat geworden. Gerade hat er sein Praktikum bei AKT in Gardelegen beendet und hofft nun dort nach seinem Bachelor-Abschluss auf einen Job.

gekommen um zu Bleiben

Dass die Magdeburger Unternehmer zum Teil gar nicht wissen, welche Vorteile der Relocation Service für sie haben kann, zeigt das Beispiel der Firma Renafan ServiceLeben Elbinsel. Die Geschäftsführerin, Frau von Gagern, erzählte von ihrer ersten Begegnung mit Dmitrijs Filimonovs, der ihr anbot sie bei der Suche nach von Pflegekräften aus dem Ausland zu unterstützen. Und als er dann noch sagte, er würde sich um die Formalien und die organisatorischen Fragen kümmern, konnte sie dies erst gar nicht glauben.
Mittlerweile arbeitet die examinierte Krankenschwester Anna Eze aus Lettland schon sieben Monate für den Magdeburger Pflegedienst. Auch ihr Mann hat in einem mittelständischen Magdeburger Unternehmen für Klimatechnik Arbeit gefunden. Für diese gab er einen gut bezahlten Job in London auf. Die Entscheidung in die Ottostadt zu ziehen, hat die dreiköpfige Familie nicht bereut. „Wir sind hier glücklich. Wir sind endlich als Familie zusammen und haben beide eine Arbeit, die wir lieben“, sagen sie.

Willkommenskultur in den Unternehmen leben

Im Laufe der Konferenz wurde immer wieder deutlich, dass es viele ausländische Fachkräfte nach kurzer Zeit zurück in die Heimat zieht. Sören Wangler, Vertreter der Brandt & Wangler Kran und Transport GmbH sieht hier die Unternehmen in der Pflicht. Viele geben sich noch immer dem Irrglauben hin, dass Willkommenskultur alleinige Aufgabe von Politik und Verwaltung ist und werden nicht selbst aktiv. Für Unternehmen die nicht daran arbeiten eine Willkommenskultur zu etablieren, wird es seiner Auffassung nach künftig zunehmend schwerer, ausländische Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Und weiter geht´s

Zum Abschluss der Veranstaltung verriet der Relocation Service Projektleiter Dmitrijs Filimonovs, dass es eine Fortsetzung der Konferenz geben wird. Man darf gespannt sein, ob diese erneut so erfolgreich sein wird. Ursprünglich ausgegangen war man von 30 Teilnehmern. 100 Anmeldungen gingen ein, und mehr als 120 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik folgten der Einladung des Dezernates für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit der Landeshauptstadt. „Wir haben mit dem Thema ins Schwarze getroffen und sind hocherfreut, dass wir eine solche Resonanz erzielen konnten. Für uns ist das Beleg für die immense Bedeutung des Fachkräftethemas in den hiesigen Unternehmen“, sagte der Wirtschaftsbeigeordnete Rainer Nitsche.

Das Projekt Relocation-Service wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und ist im Dezernat für Wirtschaft der Landeshauptstadt Magdeburg angesiedelt.

Unternehmen, die ein Interesse an diesem Projekt haben, können sich mit dem Projektleiter Dmitrijs Filimonovs in Verbindung setzen.

Kontakt
Landeshauptstadt Magdeburg
Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit
Dmitrijs Filimonovs
Relocation Service

E-Mail: dmitrijs.filimonovs@ob.magdeburg.de
Tel: +49 391 540 2398

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