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Auswirkungen des Klimawandels auf den Naturschutz

Der Klimawandel kann ganz verschiedene Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Diese reichen von Verschiebungen der Verbreitungsgebiete von Pflanzen- und Tierarten über die Einwanderung neuer bis hin zum Aussterben einheimischer Arten. Dadurch kann zur Beeinträchtigung oder gar zum Ausfall von Ökosystemleistungen kommen.

Die Veränderungen der Biodiversität dürften sich zumindest anfänglich negativ auf die Ökosystemleistungen auswirken, während positive Effekte erst mit der Zeit zu erwarten sind. Die zunehmende Trockenheit bedroht die Stabilität der Wälder und beeinträchtigt deren Schutzwirkung. Ebenso ist eine Beeinträchtigung der Leistung der Wälder, Feuchtwiesen und Moore als CO2-Senken zu erwarten. Eine Änderung der Artenzusammensetzung im Grünland hat einen Einfluss auf die Qualität und die Erträge im Futterbau. Allgemein wird sich die Anbaueignung von Kulturpflanzen räumlich verändern. Die Erwärmung der Fliessgewässer hat zur Folge, dass sich die Lebensräume z.B. der Kaltwasserfische verkleinern und sich jene der Warmwasserfische vergrössern.

Biotop- und Artenschutz

Der Klimawandel kann sich sowohl positiv als auch negativ auf Arten und Lebensräume auswirken. Während Bewohner von Trockenstandorten vom Klimawandel profitieren können, zählen jene feuchter Lebensräume zu den Verlierern. Ein Wandel in der Zusammensetzung aquatischer Lebensgemeinschaften ist bereits absehbar. Neue klimatische Bedingungen sowie veränderte Artenzusammensetzungen führen zur Ausprägung neuer Lebensräume und -gemeinschaften.

Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes

Die klimainduzierten Wanderungsbewegungen erhöhen den Bedarf an Vernetzung der Lebensräume und Durchlässigkeit der Landschaft. Klimabedingte Veränderungen der Umgebungsnutzungen (z. B. intensivere Landwirtschaft in der Umgebung von Schutzgebieten) haben auch Auswirkungen auf die Qualität wertvoller Biotope und deren Vernetzung.
Um es den Tier- und Pflanzenarten zu ermöglichen, ihre Lebensräume an den Klimawandel anzupassen, sollten Barrieren beseitigt werden. Im Vordergrund steht dabei die Etablierung eines geographisch festgelegten Systems aus Schutz- und Vernetzungsgebieten in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Landnutzern und mit internationaler Anbindung. Für ausgewählte klimasensitive Arten müssen möglicherweise auch Umsiedlungsmassnahmen geprüft werden.

Thesenpapier “Klimawandel und Naturschutz“

 

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