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Flugreisen

Das Flugzeug gewinnt an Zuspruch: Im Jahr 2010 wurden noch knapp 35 Prozent der Urlaubsreisen per Flugzeug unternommen, im Jahr 2011 waren es 37 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der Urlaubsreisen mit dem Pkw von knapp 50 auf 48 Prozent zurück. Auch der Anteil der Bahn sank von knapp 6 auf knapp 5 Prozent.
Doch gerade innerhalb von Deutschland und Europa bietet die Bahn gute Möglichkeiten, den Urlaubsort in angemessener Zeit zu erreichen und dabei gleichzeitig die Umwelt deutlich weniger zu belasten als mit dem Auto oder dem Flugzeug. Nicht nur ist der CO2-Ausstoß bei einer Bahnfahrt bereits heute geringer als bei anderen Verkehrsmitteln. Zusätzlich hat sich beispielsweise die Deutsche Bahn weitere neue Umweltziele gesteckt: Das Unternehmen war 2011 der größte Stromverbraucher in Deutschland und will bis zum Jahr 2020 den Anteil an regenerativer Energie auf mindestens ein Drittel erhöhen. 2011 lag er noch bei 2,5 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Die Bahn unterhält mit "Fahrtziel Natur" seit 2001 eine Kooperation mit drei großen Umweltverbänden. Die Partner fördern aktiv den nachhaltigen Tourismus. Unter anderem präsentieren sie 20 Naturlandschaften.

Verbessern der CO2-Bilanz bei Flugreisen

Im Vergleich der verschiedenen Verkehrsmittel ist das Flugzeug zwar häufig die scheinbar bequemste Fortbewegungsmöglichkeit. Gleichzeitig schneidet es bei der CO2-Bilanz am schlechtesten ab. Auch deshalb, weil die Treibhausgase wie Kohlendioxid, die bei der Verbrennung von Kerosin entstehen, in der Höhe mindestens zweimal stärker wirken als am Boden. Zudem sind Abgaspartikel, an denen feuchte Luft kondensiert, verantwortlich für die Bildung von Kondensstreifen und hohen Schleierwolken. Diese vermindern die Wärmeabstrahlung der Erde, was wiederum erheblich zum Klimawandel beiträgt. Natürlich ist es nicht immer möglich, das Reiseziel anders als mit dem Flieger zu erreichen, ohne eine erheblich lange An- und Abreise in Kauf zu nehmen. Allerdings veursacht allein ein einziger Fernflug sehr große Mengen CO2. So entstehen zum Beispiel bei einem Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück pro Person mehr als fünf Tonnen Kohlendioxid. Mit einem Mittelklassewagen kann man dafür mehr als zwei Jahre lang fahren. Wenn der Flug oder die Autofahrt aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen die einzig akzeptable Art der Anreise ist, gibt es jedoch die Möglichkeit, die Auswirkungen auf das Klima durch eine Spende an ein Klimaprojekt auszugleichen – mit sogenannten Kompensationsdienstleistern. Ihr Anliegen ist es, den CO2-Ausstoß, den man mit seiner Reise verursacht, mit einer Spende für ein Klimaschutzprojekt auszugleichen. Im Internet bieten diese Agenturen einfach zu handhabende CO2-Rechner an, mit deren Hilfe Reisende ausrechnen können, wie viel ihr Flug von A nach B an Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Stoffen verursacht. Anhand dieses Wertes ermittelt die Agentur anschließend die Geldsumme, die nötig ist, um ein entsprechendes Ausgleichsprojekt angemessen zu fördern. Ein Beispiel: Die Emissionen für einen Hin- und Rückflug Berlin–Mallorca betragen 860 Kilogramm CO2. Nach Angaben von atmosfair – einem der Dienstleister, die die Berechnung im Internet anbieten – kann diese Menge CO2 für 21 Euro in einem Klimaschutzprojekt ausgeglichen werden. Weitere Anbieter sind myclimate.org und goclimate.de. Es bleibt bei diesen Angeboten jedoch bei einer Kompensation. Die klimafreundlichere Lösung besteht darin, den CO2-Ausstoß von Beginn an einzusparen.

Quelle: www.umwelt-im-unterricht.de

Foto: Jenamu / pixelio.de

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