Die elektronische Gesundheitskarte

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Die elektronische Gesundheitskarte - was sie bringt, wann sie kommt

Was ist die eGK?

Die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird die bekannte Krankenversicherungskarte ersetzen. Zukünftig erhalten alle Versicherten, ob Kassen- oder Privatpatienten, eine eGK. Im Aussehen unterscheiden sich die neuen Karten nur wenig von der bisherigen Chipcard. Neu ist vor allem, dass von nun an zusätzlich ein Foto des Versicherten auf der Karte sein wird.
Auch das Herzstück der Karte, der Chip, hat sich verändert. Er ist optisch zwar nicht von dem alten zu unterscheiden. Seine Funktionalität jedoch legt nicht weniger als das Fundament für einen grundlegenden Wandel in der Kommunikation innerhalb des deutschen Gesundheitswesen.

Was bringt die eGK?

Alle relevanten Daten werden auf der Karte im Chip abgelegt und sofort zugänglich sein, was den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten im Gesundheitswesen verbessern kann. Das soll, so das hochgesteckte Ziel, zu einer optimalen medizinischen Versorgung führen.
Weil Doppelverordnungen und unnötige Mehrfachuntersuchungen unterbleiben, sinken die Kosten. Außerdem soll die eGK Arbeitsabläufe in der Praxis vereinfachen. Die Übertragung der Patientendaten auf den Praxiscomputer spart Zeit. Vor allem im Notfall ist der schnelle Zugriff auf alle medizinischen Daten entscheidend. Und nicht zuletzt soll der Patient einen besseren Zugang zu seinen Daten erhalten.

Die eGK in der Praxis

Die eGK hat viele Funktionen. Sie wird wie die bisherige KV-Karte Versicherten-Stammdaten tragen. Auch die eGK kommt in ein Lesegerät. Neu ist, dass die Stammdaten des Patienten über einen Internet-Anschluss überprüft und aktualisiert werden können. Auf die Daten kann zugegriffen werden, ohne dass dafür ein Heilberuflerausweis (den z. B. Ärzte und Apotheker erhalten) nötig ist. Die eCard wird ferner alle Daten enthalten die sich auf der bisherigen KV-Karte befinden. Das erleichtert den Ablauf während der Übergangszeit. Praxen, die noch nicht über die notwendige Technik verfügen, werden trotzdem die neuen Karten einlesen können. Umgekehrt sollen die neuen Kartenlesegeräte auch die bisherigen Chipkarten erkennen können. Hintergrund: Praxen mit KV-Karte und eGK können weiterhin alle ihre Patienten weiterhin alle ihre Patienten annehmen und versorgen.

Elektronische Notfalldaten (z. B. Dauerdiagnosen und Allergien) sind ebenfalls auf der eGK hinterlegt. Der Zugriff ist nur mit einem Heiberuflerausweis möglich.

Elektronische Rezepte können über die Karte erstellt und in der Apotheke eingelöst werden. Der Arzt speichert das Rezept auf die eGK oder einen zentralen Rechner. Wird die Medikamentenverordnung direkt auf die Karte gespeichert, kann der Patient sie in der Apotheke auslesen lassen. Ferner können Rezepte von Patiententerminals (dafür vorgesehenen Computern) aus an eine Apotheke gesendet werden. Werden die Rezepte auf einem Server abgelegt, kann der Apotheker sie mit der Karte des Patienten vom Server herunterladen.
Ihre Patienten sollen auch künftig ein Rezept telefonisch bestellen können. Beim ersten Einlesen der Karte wird eine Kennummer in die Praxis übertragen. Bei einer telefonischen Rezeptbestellung wird diese Nummer auf dem zentralen Server gespeichert. Kommt der Patient in die Apotheke, erhält der Apotheker das Rezept per Abruf.
Die Abgabe der verschriebenen Medikamente wird dokumentiert. Die Information wird auf einen zentralen Rechner gespeichert. Der Zugriff darauf gelingt nur mit Heilberuflerausweis und persönliche Geheimnummer des Patienten.

Was ist mit dem Datenschutz?

Die Entscheidungsfreiheit des Patienten über die Weitergabe seiner Daten wird durch das Gesetz gewahrt. Das ist natürlich auch bei der Einführung der eGK zu beachten. Allerdings sind die Daten auf der eCard (noch) nicht völlig gesichert. Daher wäre ein Zugriff von Unbefugten faktisch möglich. Das ist ein Problem, denn gilt doch grundsätzlich: Der Versicherte -und nur er- entscheidet, wann wer welche seiner Daten weiter gibt.

Offene Fragen und Baustellen

Ungeklärt ist noch, wie alle Computer im Gesundheitswesen miteinander vernetzt und wo welche Daten abgelegt werden sollen. Problematisch scheint auch die Neuerung, dass Patienten ihre Daten am Heimcomputer einsehen und ändern können. Das kann fatale Folgen für Patienten haben. Was passiert, wenn falsche Angaben gemacht werden? Zweifelhaft ist auch der Schutz vor dem Zugriff Unbefugter.
Daher sollen Patienten ihre Daten nur in Anwesenheit eines Heilsberuflers (mit einem Heiberuflerausweis) aufrufen können. Das wiederum könnte das Recht des Patienten einschränken, auf seine Daten zugreifen zu können.
Schließlich ist immer noch unklar, wann die eGK eingeführt werden soll. Ursprünglich war der Start für Januar 2006 vorgesehen. Inzwischen wird dieses Jahr angepeilt, wobei im Vorjahr in einigen Testregionen gestartet werden sollte.

Fazit eGK:

Die elektronische Gesundheitskarte kann grundsätzlich viele Vorteile mit sich bringen.
Bis zur bundesweiten Einführung der eGK gilt es jedoch noch viele Hürden zu überwinden- nicht zuletzt für Heilberufler.

Quelle: "PraxisImPuls 01/2007"

 

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