Wasserstrassenkreuz - Schiffshebewerk Rothensee

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Schleuse und Schiffshebewerk Rothensee

Schiffshebewerk Rothensee

Seit 21. Mai 2001 ist die Region Magdeburg um eine Attraktion reicher: Die Schleuse Rothensee wurde als erstes fertiggestelltes Bauwerk des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg für den Schiffsverkehr freigegeben.

Mit der Verkehrsfreigabe der Schleuse Rothensee bekommt das benachbarte alte Schiffshebewerk Rothensee aus dem Jahr 1938 mächtige Konkurrenz. Bisher war es allein für die Anbindung des Mittellandkanals an die Magdeburger Häfen und an die Elbe zuständig.

Mit Fertigstellung der Schleuse Rothensee nimmt eines der wichtigsten Verkehrsprojekte Deutsche Einheit weitere Formen an. Bis Anfang 2003 soll dieser Wasserverkehrsknotenpunkt weiter ausgebaut werden und die Wasserstraßen zwischen Hannover und Berlin bzw. Dresden und Hamburg noch leistungsfähiger machen.
Rund 175 Mio. DM hat das unter Leitung des Wasserstraßen-Neubauamtes Magdeburg entstandene Bauwerk gekostet. Mit dem Spatenstich am 19. Juni 1997 wurde der Bau der Schleuse Rothensee begonnen. In fast vierjähriger Bauzeit wurden 185.000 m³ Stahlbeton, 21.000 t Bewehrungsstahl, 2.500.000 m³ Boden, 5.000 t Spundwandstahl und 800 t Stahlwasserbaukonstruktionen verbaut. Die Schleuse Rothensee hat eine maximale Hubhöhe von rund 18 m und eine nutzbare Kammerlänge von 190 m bei einer Breite von 12,5 m. Die Schleusenanlage verfügt über ein Pumpwerk mit 5 Pumpen. Das Pumpwerk fördert das Schleusungswasser in den Mittellandkanal zurück. Durch die Speicherung von 60 % des Schleusungswassers im Sparbecken muss nur 40 % des Schleusungswassers zurückgepumpt werden.

Der Steuerstand an der Schleuse Rothensee hat oberhalb der Steuerstandsebene eine überdachte Aussichtsplattform, die für den Besucherverkehr freigegeben ist. Die Besucherplattform ist über eine außenliegende Stahltreppenkonstruktion zu erreichen. Der Aussichtspunkt liegt rund 30 m über Gelände, so dass bei gutem Wetter von hier das gesamte Wasserstraßenkreuz überblickt werden kann.

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