Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
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Kranzniederlegung Magda 2016

„Magda“ mahnt gegen Krieg und Vergessen - Gemeinsames Gedenken am Tag für die Opfer des Nationalsozialismus

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff haben am 27. Januar aus Anlass des bundesweiten Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Gemeinsam mit Vertretern der politischen Parteien, der Jüdischen Gemeinde sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche legten sie am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee einen Kranz nieder.

Landtagspräsident Dieter Steinecke, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee
Landtagspräsident Dieter Steinecke, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee

„Der 27. Januar zählt zu den wichtigsten Gedenktagen in Deutschland.“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Die Tatsache, dass es in Magdeburg Außenstellen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit gab, war viele Jahre nicht im öffentlichen Bewusstsein. Deshalb gedenken wir heute all jener, die in unserer Stadt durch das nationalsozialistische Regime zu Tode gekommen sind.“

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sprachen am Mahnmal Worte des Gedenkens und legten einen Kranz nieder. Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus folgten Gebete des Rabbiners Benjamin Soussan von der Magdeburger Synagogen-Gemeinde, des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Magdeburg, Stephan Hoenen, sowie des Leiters des Katholischen Büros des Bistums Magdeburg, Stephan Rether.

Die Kranzniederlegung fand am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in der Rothenseer Havelstraße / Ecke Heinrichsberger Straße statt. Das von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert geschaffene Mahnmal war am 26. Januar 2001 enthüllt worden. Es erinnert an das KZ-Außenlager "Magda", das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand.

Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) gezwungen worden. Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Denkmals. Bis zu seiner Auflösung im Februar 1945 kamen 550 Häftlinge ums Leben.

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