Fundbüro

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Zuständige Behörde

Fundbüro
Bürgerservice und Ordnungsamt
Neues Rathaus, Raum 1.7
Bei der Hauptwache 4
39104 Magdeburg
Behördennummer 115115 (Hotline)

Telefon (03 91) 5 40 20 65
Fax (03 91) 5 40 20 62
Symbol E-Mail stadtordnungsdienst@magdeburg.de
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Fundbüro 

Allgemeines und rechtliche Grundlagen

Aufgaben des Fundbüros und rechtliche Grundlagen
Innerhalb der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg nimmt das Fundbüro die Aufgaben der Fundbehörde wahr. Das Fundbüro ist organisatorisch dem Fachbereich Bürgerservice und Ordnungsamt zugeordnet.

Das Fundbüro fungiert auch als Sammelstelle für Behördenfunde. Sofern Fundsachen in den Geschäftsräumen der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg gefunden werden und nicht sofort dem Eigentümer zurückgegeben werden können, werden diese auch dem Fundbüro übergeben.

Auf Fundsachen sind die Vorschriften der §§ 965 bis 984 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Sie finden das BGB unter:
www.gesetze-im-internet.de

Was sind Fundsachen?

Fundsachen sind nur verlorene Sachen (§ 965 Absatz 1 BGB). Verloren sind Sachen, deren Besitz zufällig und nicht nur vorübergehend abhanden gekommen ist. Verloren sind auch gestohlene und dann vom Dieb weggeworfene Sachen.
Informationen für Finder

 

Informationen für den Finder

Was muss ich tun, wenn ich eine Sache finde?

Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Verlierer oder dem Eigentümer oder einem sonstigen Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige zu machen. Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht oder ist ihm ihr Aufenthalt unbekannt, so hat er den Fund und die Umstände, welche für die Ermittlung der Empfangsberechtigten erheblich sein können, unverzüglich dem Fundbüro anzuzeigen. Ist die Sache nicht mehr als zehn Euro wert, so bedarf es der Anzeige nicht.

Verwahrung der Fundsache oder Ablieferung im Fundbüro

Der Finder ist grundsätzlich erst einmal zur Verwahrung der Sache verpflichtet. Der Finder ist aber berechtigt und auf Anordnung der Fundbehörde verpflichtet, die Sache oder den Versteigerungserlös an die zuständige Behörde abzuliefern. Durch die Ablieferung der Sache oder des Versteigerungserlöses an die zuständige Behörde werden die Rechte des Finders nicht berührt. Lässt die zuständige Behörde die Sache versteigern, so tritt der Erlös an die Stelle der Sache. Die Fundbehörde darf die Sache oder den Erlös nur mit Zustimmung des Finders einem Empfangsberechtigten herausgeben.

Welche Rechte habe ich als Finder?

Der Finder hat Anspruch auf:
  • Ersatz der Aufwendungen zum Zwecke der Verwahrung oder Erhaltung der Sache sowie zur Ermittlung eines Empfangsberechtigten, die den Umständen nach erforderlich sind, und
  • Finderlohn
Der Finderlohn beträgt:
  • 5 % bei einem Wert der Sache bis zu 500,00 Euro
  • bei einer Sache, die mehr als 500,00 Euro wert hat, 5 % von 500,00 Euro und 3 % von dem Betrag, der die 500,00 Euro übersteigt.
    (Beispiel: Die Sache ist 800,00 Euro wert. Für 500 Euro wird ein Finderlohn von 25,00 Euro fällig und für die restlichen 300,00 Euro werden 9,00 Euro berechnet, sodass insgesamt Anspruch auf einen Finderlohn von 34,00 Euro besteht.)
  • 3 % bei Tieren
  • nach billigem Ermessen des Empfangsberechtigten bei Sachen, die nur für den Empfangsberechtigten einen Wert besitzen
Der Anspruch auf Finderlohn ist ausgeschlossen, wenn der Finder die Anzeigepflicht verletzt oder den Fund auf Nachfrage verheimlicht.

Eigentumserwerb des Finders

Mit dem Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige des Fundes im Fundbüro erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, es sei denn, dass vorher ein Empfangsberechtigter dem Finder bekannt geworden ist oder sein Recht bei der zuständigen Behörde angemeldet hat. Mit dem Erwerb des Eigentums erlöschen die sonstigen Rechte an der Sache. Ist die Sache nicht mehr als zehn Euro wert, so beginnt die sechsmonatige Frist mit dem Fund.

Der Finder erwirbt das Eigentum nicht, wenn er den Fund auf Nachfrage verheimlicht.

Nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist (sechs Monate nach der Anzeige des Fundes) wird der Finder, der nicht auf das Recht zum Erwerbe des Eigentums verzichtet hat, schriftlich unter Setzung einer Frist (in der Regel ein Monat) zur Entgegennahme der gefundenen Sache aufgefordert. In dieser Aufforderung wird darauf hingewiesen, dass das Recht zum Erwerbe des Eigentums an der Fundsache auf die Landeshauptstadt Magdeburg übergeht, wenn die Fundsache nicht innerhalb der eingeräumten Frist abgeholt wird (§ 976 Absatz 1 Satz 1 BGB).

Wenn ich ein Tier finde, was tun?

Sollten Sie ein Tier finden, wenden Sie sich bitte an das Tierheim. Dass Tierheim erreichen Sie wie folgt:

Tierheim der Landeshauptstadt Magdeburg 

Sie können sich auch unter der Hotline (08 00) 5 40 70 00 an den Stadtordnungsdienst wenden oder unter:

Funkzentrale des Stadtordnungsdienstes 

Virtuelles Fundbüro - Informationen für Verlierer

Virtuelles Fundbüro - Gesucht und Gefunden

Es gibt mehr ehrliche Finder als gedacht. Deshalb lohnt sich eine Nachfrage im Fundbüro, ob dort eine verlorene Sache abgegeben wurde oder ein Finder dem Fundbüro den Fund einer Sache angezeigt hat.

Online-Suche nach gefundenen Sachen  

Alle im Fundbüro abgegebenen Sachen und auch die angezeigten Fundsachen, die sich noch beim Finder befinden, werden in einer Datenbank erfasst. In dieser Datenbank erhält man einen ersten Überblick, ob eventuell eine der aufgeführten Sachen die verlorene Sache sein könnte.

Hier gehts direkt zur Online-Suche.

Herausgabe gefundener Sachen

Die Herausgabe einer Fundsache erfolgt ausschließlich an den Empfangsberechtigten (Verlierer, Eigentümer oder sonstigen Empfangsberechtigten). Der Empfangsberechtigte hat sich vor Aushändigung des Fundes bezüglich seiner Person auszuweisen.

Die Rechtmäßigkeit des Herausgabeanspruchs ist aufgrund der Merkmale der Fundsache und der Umstände des Fundes durch die Bediensteten des Fundbüros eingehend zu prüfen. Bei der Aushändigung des Fundes an Beauftragte des Empfangsberechtigten ist eine schriftliche Vollmacht zur Abholung des Fundgegenstandes vorzulegen.

Die Fundsachen dürfen nur gegen Einbehaltung des Finderlohnes an den Empfangsberechtigten ausgehändigt werden, es sei denn, dass der Finder auf Finderlohn verzichtet hat. Der Empfangsberechtigte hat den Finderlohn zu bezahlen und gegebenenfalls geltend gemachte Auslagen des Finders zu begleichen. Die Höhe des Finderlohnes ist bei den Informationen für Finder nachzulesen.

Der Empfangsberechtigte hat in der Regel vor der Herausgabe der Fundsache eine Verwaltungsgebühr zu entrichten (siehe Reiter "Gebühren"). 

Veräußerung von Fundsachen

 

Das Fundbüro veräußert in unregelmäßigen Abständen Fundsachen. Sofern Fundsachen  veräußert werden, würde nachfolgend darauf verwiesen.

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Verwertung von Fundsachen (Veräußerung)

Fundsachen, an denen die Landeshauptstadt Magdeburg gemäß § 976 Absatz 1 BGB in Verbindung mit § 973 Absatz 1 Satz 1 BGB das Eigentum erworben hat, werden in der Regel freihändig veräußert.

Nach der Verwertung tritt der Erlös an die Stelle der Fundsache. Meldet kein Verlierer seine Rechte an und sind seit der in der Bekanntmachung genannten Frist drei Jahre verstrichen, fällt der Erlös der Landeshauptstadt Magdeburg zu.

Nach dem Eigentumsübergang auf die Landeshauptstadt Magdeburg können Fundsachen auch durch die Verwaltung genutzt werden.

Die in das Eigentum der Landeshauptstadt Magdeburg übergehenden Fundsachen, die sich nicht zur Verwertung oder zur Nutzung durch die Behörde eignen, können an karitative Einrichtungen abgeben werden.

Ist eine Verwertung der Fundsachen nicht möglich oder nicht zweckmäßig, so werden diese vernichtet.

Welche Gebühren fallen an?
Bei der Abholung der gefundenen Sache durch den Verlierer oder durch den Finder nach dem Eigentumserwerb werden Gebühren erhoben:
  • für die Verwahrung der Fundsache

    • bei einem Schätzwert von 5 bis 25 EUR 2,60 EUR

    • bei einem Schätzwert von über 25 bis 500 EUR
      • für die Dauer von bis zu vier Wochen 10 v. H. des Schätzwertes
      • für die Dauer von mehr als vier Wochen 15 v. H. des Schätzwertes

    • bei einem Schätzwert von über 500 EUR
      • für die Dauer von bis zu vier Wochen 5 v. H. des Schätzwertes
        • mindestens 50 EUR
        • höchstens 250 EUR
      • für die Dauer von mehr als vier Wochen 10 v. H. des Schätzwertes
        • mindestens 75 EUR
        • höchstens 500 EUR

  • für Bescheinigungen - insbesondere zur Vorlage bei der Versicherung - und sonstige schriftliche Auskünfte in Fundangelegenheiten fallen 2,60 Euro an