Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2017 an Federica Mogherini
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Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2017 an Federica Mogherini am 17. Oktober 2017 im Dom St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg

Sehr geehrte Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Frau Mogherini,

sehr geehrte Frau Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. von der Leyen,

verehrter Herr Ministerpräsident Dr. Haseloff,

verehrter Herr Landtagsvizepräsident Gallert,

sehr geehrte Frau Landesbischöfin Junkermann,

meine Damen und Herren,

liebe Magdeburgerinnen und Magdeburger,

 

es ist mir eine ganz besondere Freude und Ehre, Sie im Dom zu Magdeburg zur Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2017 begrüßen zu dürfen.

Der Dom St. Mauritius und Katharina war und ist die bedeutendste Kirche Magdeburgs, er ist Bischofssitz und Grablege Kaiser Ottos des Großen und seiner ersten Frau Editha.

In der über 1.200 Jahre währenden Geschichte unserer Stadt gilt Kaiser Otto I. unbestritten als der größte Förderer und Wegbereiter. Er erhob seine Lieblingspfalz Magdeburg in den Rang einer europäischen Metropole und machte die Stadt gegen viele Widerstände zum Erzbistum. Von hier aus ebnete Kaiser Otto der Große den Weg für die Entstehung Deutschlands und schuf die Fundamente für die Einigung der Völker Europas. Damit legte er bereits im Frühmittelalter den Grundstein für das Europa unserer Zeit.

Seitdem ist viel geschehen und Europa hat sich über die Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert und entwickelt: Vom europäischen Feudalsystem des Mittelalters über die Renaissance und Reformation, die industrielle Revolution und die Teilung Europas im Kalten Krieg bis zur deutschen und europäischen Wiedervereinigung. Die schlimmsten Zeiten erlebte Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg und in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.

Die Geschichte Europas ist die Geschichte der Menschen auf dem europäischen Kontinent.

Wie sich dieses Europa weiterentwickelt, wie unsere gemeinsame Zukunft aussieht, ist die hochaktuelle Frage, die heute in ganz Europa gestellt wird. Eines wird in Zeiten wie diesen ganz deutlich: Wir stehen vor so vielen Herausforderungen und sehen uns mit so vielen Krisenherden konfrontiert, dass wir zur Bewältigung dringend ein einiges Europa benötigen.

Wer Europa und seine Menschen ernst nimmt, kann den Weg nicht im Exit oder in Autonomiebestrebungen suchen. Und die Glaubwürdigkeit europäischer Politik wird davon abhängen, eine gleichermaßen gerechte, sinnvolle und solidarische Flüchtlings-, Wirtschafts- und Sozialpolitik zu vereinbaren.

Auf viele dieser Fragen suchen die Menschen in Europa und so auch in Magdeburg Antworten.

Die EU ist eine Gemeinschaft – angewiesen auf den Zusammenhalt und die Solidarität ihrer Mitgliedsstaaten, die den europäischen Gedanken mit Leben füllen und Vorbild für ein friedliches Miteinander sind. Dieser Politikansatz ist aus meiner Sicht in gleicher Weise Aufgabe der nationalen Regierungen, wie der Regionen und Kommunen in Europa.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

der Kaiser-Otto-Preis symbolisiert den Willen, konkretes politisches Handeln in den Mittelpunkt des öffentlichen Ansehens zu rücken.

Mit der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2017 an die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Federica Mogherini, würdigen das Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto unddie Landeshauptstadt Magdeburg eine engagierte Europäerin, die in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen besonnen für den Zusammenhalt und die weitere Entwicklung der europäischen Gemeinschaft steht und wichtige Impulse setzt.

Durch ihre konsequente und mutige Außenpolitik für die EU als europäisches Friedensprojekt und Wertegemeinschaft hat sich Frau Mogherini hohe Anerkennung erworben. Dieses Engagement und ihre Verdienste um den europäischen Gedanken und die Zukunft Europas entsprechen im besonderen Maße der Zielrichtung des Preises, herausragende Persönlichkeiten und Institutionen zu ehren, die sich um den europäischen Einigungsprozess verdient gemacht haben.

 

Sehr geehrte Frau Mogherini,

ich darf Sie recht herzlich in Magdeburg willkommen heißen. Es ist für mich und die Kaiser-Otto-Stiftung eine große Ehre, dass Sie den Kaiser-Otto-Preis heute entgegennehmen.

Ebenso herzlich begrüße ich auch die Laudatorin der Preisverleihung, die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen. Verehrte Frau von der Leyen, ich freue mich sehr, dass Sie die ehrenvolle Aufgabe übernommen haben, die diesjährige Preisträgerin zu würdigen. Herzlich willkommen in der Landeshauptstadt Magdeburg.

 

Meine Damen und Herren,

die Politik Ottos I. und die durch ihn eingeleiteten Veränderungen hatten positive Wirkungen für Magdeburg und für die europäische Entwicklung. Für uns, die Gründer, Stifter und Förderer des Kaiser-Otto-Preises, ist der Preis eine Verneigung vor dem europäischen Gedanken.

Ich begrüße daher sehr herzlich die Mitglieder des Vorstandes, des Kuratoriums und des Preiskomitees der Kulturstiftung Kaiser Otto und beglückwünsche Sie zu Ihrer diesjährigen Wahl der Preisträgerin.

Ich begrüße darüber hinaus die anwesenden Vertreter des Kabinetts der Hohen Vertreterin, die Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die Vertreter des sachsen-anhaltischen Landtages und des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg, die kirchlichen Würdenträger unserer Stadt und die Vertreter der Landeskirchen, alle Ehrenbürger, Ehrenringträger und Ehrenstadträte der Landeshauptstadt, die vielen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie die anwesenden Magdeburgerinnen und Magdeburger.

Ihre Anwesenheit und das große öffentliche Interesse, das der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises zuteilwird, unterstreichen das Renommee des Preises und der diesjährigen Preisträgerin gleichermaßen.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Kaiser Otto der Große trug –  wohl eher unbewusst – zur Einigung Europas bei. Was er damals mit den politischen und militärischen Mitteln seiner Zeit tat, das müssen wir heute durch Kommunikation, diplomatische Vermittlung und gesellschaftliches Miteinander erreichen und weiterführen.

Im Juni 2016 stellte Frau Mogherini ihr Konzept einer globalen Strategie für die Sicherheits- und Außenpolitik der Europäischen Union unter dem Titel „Gemeinsame Vision, gemeinsames Handeln: Ein stärkeres Europa“  vor. In dem Strategiepapier heißt es unter anderem: „In einer immer komplexeren Welt müssen wir zusammenstehen. Nur mit dem gesamten Gewicht einer echten Union sind wir in der Lage, unseren Bürgern Sicherheit, Wohlstand und Demokratie zu bieten und eine positive Veränderung in der Welt zu bewirken.“

Um dies zu erreichen müssen meiner Meinung nach folgende Punkte Teil einer solchen Strategie sein: Die Förderung des Friedens in der Welt, um so auch die Sicherheit der EU und ihrer Bürger zu verbessern, der Erhalt der europäischen Werte, wie Menschenrechte, Demokratie und Meinungsfreiheit sowie die schrittweise Beseitigung der gigantischen Unterschiede der Lebensverhältnisse auf der Welt.

Eine solche europäische Strategie sollte die Grundlage für die künftige Rolle der EU bilden. Sie sollte helfen, die europäische Einheit zu bewahren und starke globale Allianzen zu bauen. Zudem sollte diese gemeinsame Strategie unseren Partnern zeigen, dass die Europäische Union auch weiterhin eine zuverlässige globale Macht und ein starker und unverzichtbarer Partner für Frieden, Sicherheit und Fortschritt weltweit ist. Dies ist unsere gemeinsame Aufgabe für die Zukunft.

In diesem Sinne danke ich Ihnen allen für Ihr Kommen und die Ehre, die Sie heute unserer Stadt, dem Kaiser-Otto-Preis und dem Wirken der Preisträgerin erweisen und heiße Sie nochmals herzlich willkommen in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, in der Ottostadt Magdeburg – in der Mitte Europas.

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