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Prof. i. R. Gertrud Pickhan

ehemals Professorin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin

"Für mich ist es eine große Ehre und Freude, im Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto mitzuwirken, da ich mich bereits in meinem ersten Geschichts-Proseminar als Studentin an der Universität Münster mit Otto I. und dem Erzbistum Magdeburg als Ausgangspunkt der „Slawenmission“ beschäftigt habe. Magdeburg hatte in dieser Zeit eine große Bedeutung als Knotenpunkt des westlichen und östlichen Europas.

Daran erinnert der Kaiser Otto Preis und verweist damit auch auf die Tradition eines ungeteilten Kontinents, die seit 1989 wieder aufgenommen wurde und in unserer Gegenwart weiterhin sehr sorgsam gepflegt werden muss. Der Kaiser Otto Preis trägt in hohem Maße dazu bei."

Vita

Gertrud Pickhan studierte Slawistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an den Universitäten Münster, Wien und Hamburg. Vor und nach ihrer Promotion arbeitete sie zunächst an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Von 1993 bis 1997 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Warschau tätig. Anschließend wechselte sie an das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur Leipzig. 2000 wurde sie als Professorin für polnische Landes- und Kulturstudien an die TU Dresden berufen, seit 2003 hatte sie eine Professur für die Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin inne. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die die osteuropäisch-jüdische Geschichte. Seit Oktober 2021 ist Gertrud Pickhan im Ruhestand.